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Homosexualität – Was sagt die Bibel wirklich?

© Gerlinde Kenkel

Tyler Clementi, ein junger Student aus New Jersey, brachte sich um, weil ein Zimmerkollege in seinem Zimmer heimlich eine Webcam installierte, und das Ergebnis bei Twitter ins Netz stellte. Tyler hatte Sex mit einem anderen Jungen gehabt. Evangelikale Christen und Katholiken hetzen gegen Homosexuelle mit immer abstruseren Studienergebnissen (siehe als Beispiel hier: http://www.kreuz.net/article.6202.html), und wollen, dass Homosexuelle sich „heilen“ lassen. Als Begründung geben sie an, dass die Bibel Homosexualität verbieten würde. Aber, tut sie das wirklich? Was sagt die Bibel wirklich zur Homosexualität, und, vor allem, was sagte JESUS darüber? Schauen wir doch etwas genauer hin.

Vorwort:

Es werden, um Homosexualität und Homosexuelle zu verurteilen, im Wesentlichen vier Bibelzitate immer und immer wieder benutzt. Zwei befinden sich im Alten, zwei im Neuen Testament. Diese sind:

· GENESIS 19:1-14 (Die Geschichte von Sodom und Gumorrah)
· LEVITIKUS 18:22 & 20:13 (Der Heiligungscodex)
· RÖMERBRIEF 1:26-27 (Natürlich und Unnatürlich)
· 1 KORINTHER 6:9 & 1 TIMOTEUS 1:10 (Das Geheimnis von „Malokoi“ und Arsenokoitoi“

Diese Schriftstellen wollen wir uns etwas genauer ansehen.

Genesis (1. Mose) 19: 1-14:

Einer der Stellen, die genannt werden, um Homosexualität als Sünde zu verurteilen, befindet sich im 1. Mose (Genesis) im19. Kapitel. Worum geht es da?

Zwei Boten Gottes, in manchen Übersetzungen auch als Engel bezeichnet, haben den Auftrag, zu Lot und dessen Familie zu gehen, diese zu warnen, und aus der sündigen Stadt Sodom herauszuführen, da diese bald zerstört

werden sollte. Ihr Besuch bei Lot blieb nicht unbemerkt, und eine Horde der Einwohner, vermutlich Männer, wollte, dass Lot diese beiden Boten ihnen übergibt, damit sie diese vergewaltigen konnten. Lot bot ihnen seine Töchter an, die die Einwohner auch nahmen. Lot floh mit seiner Familie, als die Stadt zerstört wurde, jedoch blickte seine Frau zurück, und erstarrte zur Salzsäule.

Soweit die kurze Zusammenfassung. Irgendwann hat sich dann für Homosexuelle das Wort „Sodomit“  herausgebildet, obwohl Homosexualität in der ganzen Geschichte kein Thema war.Um was aber ging es in dieser Geschichte? Wie beurteilen Bibelwissenschaftler diese Geschichte? John Skinner vertrat in seinem Werk „A critical and exegetical commentary on Genesis” die Auffassung, dass die Sünde Sodoms die Homosexualität als „unnatürliches homosexuelles Laster“ war, während sein Kollege von Rad an Tempelprostitution zu Ehren von Baal und Astarte dachte, und sein Kollege Westermann an „unnatürliche (heterosexuelle?) Lust und sexuelle Perversion.
Wieder andere, wie etwa Keil und Deltzsch, vertreten in ihrem Buch „Commentary on the Old Testament in ten volumes. Vol. 1, the Pentateuch“ die These, dass Homosexualität „der Fluch Gottes über die Heiden“ wäre, und verbindet den 1. Römerbrief, Kapitel 1 mit Genesis 19. Andere meinen, weil durch Homosexualität keine Kinder entstehen können, wäre Homosexualität in den Augen Gottes ein „Greuel“, und sehen in der Homosexualität einen „Eingriff in die natürliche Ordnung“ (z.B. Harrison, in seinem Buch „Leviticus : an introduction and commentary”) Heutige Wissenschaftler sehen diese Schriftstelle jedoch etwas distanzierter und auch differenzierter.
So sehen folgende Autoren die eigentliche Sünde Sodoms in der mangelnden Gastfreundschaft und der Verletzung des Gastrechtes:

Popma

Keil und Deltzsch

New Layman’s Bible Commentary

Diesen Autoren zufolge sollen die Einwohner Sodoms gemeint haben, dass diese beiden Boten rechtlos wären, und man mit ihnen tun könne, was man wollte. Gemäß Walter Brüggemann in seinem Buch „ Genesis interpretation : a Bible commentary for teaching and preaching” fand dort in Sodom kein homosexueller Geschlechtsverkehr, sondern eine „Massenvergewaltigung“, im Englischen “Gang Rape” genannt, statt. Auch sei die Stadt „moralisch zügellos“ gewesen, so Klaas Popma in seinem Werk „ Harde feiten : kanttekeningen bij het Genesisverhaal“, das ich Auszugsweise auf einer Schweizer Internetseite fand.

Da der 1. Mose 19 nicht über Homosexualität spricht, meinen einige Autoren, so ein Herr van Solms in seinem ersten Band über die Genesis, das man dieses Stelle auch nicht benutzen kann, um Homosexualität zu verurteilen, zumal auch der Talmud der Juden die  Homosexualität nicht als Sünde definiert. Und das Christentum vom Judentum ja religionshistorisch gesehen, abstammt.

Schauen wir uns diese Stellen über Sodom und Gomorra etwas genauer an, auch die, die nicht im 1. Mose stehen, stellen wir fest, dass es viel mehr Stellen zu diesen beiden Städten gibt, als es Schriftstellen zur angeblichen Homosexualität gibt.

Warum war die Sünde Sodoms so groß, dass Gott sie vernichten wollte? Schauen wir uns noch einmal die Passage an, in der es heiß her geht, und die als Beleg dafür gelten soll, das die Sünde Sodoms die Homosexualität gewesen ist:

Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zu Greis, das ganze Volk von allen Enden der Stadt. Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm:

Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen (anderes Wort für Sex oder jemanden kennen lernen wollen)! Da trat Lot zu ihnen hinaus an den Eingang und

schloss die Tür hinter sich zu; und er sagte: Tut doch nichts Böses, meine Brüder! Seht doch, ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt haben; die will ich zu euch herausbringen. Tut ihnen, wie es gut ist in euren

Augen! Nur diesen Männern tut nichts, da sie nun einmal unter den Schatten meines Daches gekommen sind! Aber sie sagten: Zurück da! Und sie sagten: Da ist einer allein gekommen, sich als Fremder hier aufzuhalten,

und will sich schon als Richter aufspielen! Nun, wir wollen dir Schlimmeres antun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und machten sich daran, die Tür aufzubrechen. Da streckten die Männer ihre Hand

aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus; und die Tür verschlossen sie. Die Männer aber, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, vom kleinsten bis zum größten, so dass sie sich vergeblich mühten,

den Eingang zu finden. (1 Mose 19:4-11)

Interessant, nicht wahr? Da war also eine ganze Horde von Kerlen da, vom Jüngling bis zum Greis, und wollten diese beiden Boten „erkennen“. In der damaligen Zeit gab es für dieses Wort mehrere Bedeutungsmöglichkeiten, nämlich, jemanden kennen lernen wollen, und mit jemanden Sex haben wollen. Wollten diese Männer nun diese beiden Boten kennen lernen, wissen, wer diese waren, ob gefährlich oder harmlos, oder wollten sie Sex mit ihnen haben? Beide Deutungen wären möglich.
Wie sahen sie Lot und seine Familie? Akzeptierten sie ihn als einen der ihren, mit dem man befreundet war, und unbedenklich gute Geschäfte machte, oder hatten sie Bedenken, weil sie misstrauisch waren?
In der hebräischen Sprache gibt es für den Geschlechtsverkehr das Wort "Shakhabh“, ein Wort, das besser passen würde, als das Wort "Yadah" (erkennen), wenn es um die reine sexuelle Befriedigung geht. Ein Hinweis darauf, dass diese Begebenheit nicht von einem sexuellen Angriff auf die beiden Boten handelte. Andererseits wird „Yadah“ aber auch für freiwillige sexuelle Handlungen in der Bibel benutzt.
Jedoch deutet das Angebot Lots, seine Töchter anstelle seiner Gäste den Einwohnern zu geben, eher auf eine heterosexuelle als homosexuelle Umgebung hin. Aber auch, das sexuelle Handlungen (Gang Rape) geplant waren. Da diese beiden Gäste Lots Männer waren, wäre der Sex also homosexueller Natur gewesen.. Oder?
Waren diese Männer vor dem Haus Lots dann homosexuell?
Das Angebot Lots, seine Töchter herauszugeben, wäre sinnlos gewesen, wenn es sich um Homosexuelle handelte. Also müssen, da Lot dieses Angebot macht, die Einwohner Sodoms heterosexuell sein, also Sex mit Frauen haben. Eine schwule Stadt gab und gibt es nicht, und Homosexualität ist auch kein schickes Accessoire, das man mal so anzieht, und dann wieder in den Schrank steckt.Was war also der wirkliche Grund für diesen offensichtlich geplanten sexuellen Übergriff?
Anscheinend lebten die Männer nach dem Prinzip, dem auch heute noch viele Männer zu folgen scheinen:

„Ich tu, was mir gefällt“

Irgendwie erinnert dass an die Männer, von denen im Buch der Richter berichtet wird, wo in den letzten Kapiteln von Bürgerkrieg, Mord und Vergewaltigung berichtet wird. Darum steht auch dort:

Jeder tat, was recht war in seinen Augen (Richter 21: 25b)

Jeder tat, was er wollte, niemand kümmerte sich um Recht, Gesetz und moralische Werte. Gott/Glaube/Religion, war dort so selten zu finden, wie ein Sechser im Lotto. Liebe, Moral und Achtung vor dem Leben waren diesen Menschen, die wir mit Recht als „gottlos“ bezeichnen können, gleichgültig.
Da diese Männer Lots Angebot ablehnten, ging es ihnen nicht um Sex, sondern um Gewalt.
Unter den Völkern des Orients war es üblich, dass die siegreiche Armee die eroberten Männer der verlorenen Armee vergewaltigte, sie sozusagen „zur Frau“ machten, und, da Frauen als Untermenschen angesehen wurden, wurden auch diese Männer dadurch zu „Untermenschen“. So machten die Sieger den Besiegten klar, dass sie besiegt waren, indem sie erniedrigt wurden.
Dieses Phänomen der damaligen zeit existiert auch heute noch, und wird „Gang Rape“ genannt. Sie kommen immer noch in Gefängnissen und in Kriegen vor. Dazu eine Geschichte, die sich zugetragen hatte:

„Im August des Jahres 1997 wurde Abner Louima, ein junger farbiger Immigrant aus Haiti, von mehreren Polizeibeamten während seiner Inhaftierung in Brooklyn vergewaltigt. Der Polizeibeamte Charles Schwarz drückte Louima im Aufenthaltsraum der Wache runter, während der Polizeibeamte Justin Volpe ihm in sein Rektum einen gebrochenen Stock schob. Diesen beiden Beamten, und drei weitere Beamte, die daran beteiligt waren, waren nicht homosexuell. Es ging überhaupt nicht um Homosexualität, es ging um Gewalt.“ (Mel White, S. 12)

Bei einer Vergewaltigung geht es nie um Sex, sondern immer nur um Gewalt, Macht und Kontrolle. Aber, nur, weil es in Sodom homosexuelle Vergewaltigungen gab (wie vermutlich auch heterosexuelle), heißt das doch nicht, das Homosexualität eine Sünde ist, vor allem, wenn man bedenkt, das es sich hier um Einwohner Sodoms handelte, die heterosexuell waren. Würden Sie die Heterosexualität verbieten wollen, weil es heterosexuelle Vergewaltigungen gibt? Genauso hirnrissig ist es, homosexuelle Beziehungen zu verbieten, weil es homosexuelle Vergewaltigungen gibt, die übrigens meist von heterosexuellen Männern begangen werden.
Jedoch wurde eine andere Sünde Sodoms bis jetzt noch nicht erwähnt, und wir finden sie in Hesekiel 16: 48-50, wo es heißt:

„So wahr ich lebe, spricht der HERR HERR, Sodom, deine Schwester, samt ihren Töchtern hat nicht so getan wie du und deine Töchter. Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles vollauf und guter Friede, den sie und ihre Töchter hatten; aber den Armen und Dürftigen halfen sie nicht, sondern waren stolz und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch weggetan habe, da ich begann da rein zu sehen.“

Anstatt sich um die Armen und Bedürftigen zu kümmern, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre, waren sie egoistisch und gewalttätig. Gehen wir also nun zu den nächsten beiden Schriftstellen:

Levitikus (3. Mose) 18:22 & 20:13:

Viele gläubige Christen glauben, dass Homosexualität eine Sünde und ein Greuel ist, weil es im 3. Buch Mose so steht. Mel White erzählte einmal eine Begebenheit, die dieses ausdrückte:

„Als ich ein Gast auf einer Talk-Show in Seattle war, erlebte ich das Folgende: Der andere Gast auf der Show war ein unabhängiger presbyterianischer Pastor. Als ich ihm sagte, dass ich homosexuell war, sagte er ohne Zögern, "Dann sollten Sie getötet werden." Ein christlicher Bruder verurteilte mich zu Tode, geführt nur durch sein wörtliches Verstehen von Leviticus 20:13.
Ich fragte ihn, "Wer sollte die Tötung von ihnen den tun?" Er antwortete, "Nein, ist es der Job der Zivilbehörden. Deshalb müssen wir mehr gute Männer Gottes in die Regierung wählen." Ich saß dort im betäubten Schweigen, bis er beitrug, "weiß ich, dass es für Sie hart sein muss, es zu hören, sagte Dr White - aber Gott kommt zuerst, und es ist unser Job ihm zu folgen." Ich hoffe, dass wir zugeben können, dass wir alle zusammen gegen diejenigen stehen müssen, die die Verfassung durch das biblische Gesetz ersetzen würden.“ (Aus: „What the Bible says and doesn’t say – about homosexuality“, Seite 22)

Das sagt die Bibel, sagen diese Schriftstellen aus:

Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es. (3 Mose 18:22)

Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide einen Greuel verübt Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen. (3 Mose 20:13)

Weil hier angeblich Homosexualität ein „Greuel“ ist, werden Menschen aus den Familien und Kirchen vertrieben, nur, weil sie homosexuell sind. Aber was bedeutet das Wort Greuel überhaupt? Wo und wie wird es in der Bibel benutzt, und, welche Bedeutung hat dieses alte jüdische Gesetz für heutige christlich empfindende Menschen?Schauen wir uns das Thema doch ein wenig genauer an.
Zunächst, zum besseren Verständnis, ein wenig Hintergrundinformationen über die damalige Zeit, und die Situation, in dem sich das Volk Israel damals befand.:

In vielen Gegenden des Orients (etwa Kanaan) wurden heidnische Gottheiten, wie etwa Baal und Astarte, verehrt, und Opfer dargebracht. Im Rahmen dieser kultischen Handlungen kam es auch zu sexuellen Orgien. In denen auch homosexueller Geschlechtsverkehr erlaubt war.
Leider gibt es keine Quellen aus der damaligen Zeit, die uns Aufschluss darüber geben könnten, wie ein nichtreligiöser homosexueller Geschlechtsverkehr aussah, und/oder, ob es damals auch homosexuelle Beziehungen gab, die auf Dauer angelegt waren.
Diese Völker erkannten den monotheistischen Gott der Israeliten nicht an, ja, schrieben gar Spottverse und Lieder über ihn und die Israeliten.
Als Gott das Volk der Israeliten aus Ägypten in das Land Kanaan führen wollte, gab er ihnen Gesetze. Und ein Teil dieses Gesetzes beinhalten diese beiden oben genannten Verse.
Das Volk Israel war das Volk Gottes, „sein Volk“ („Eigentum“?), das sich von all den anderen Einflüssen einer sie umgebenen heidnischen Versuchung fern halten sollte, wie es 3. Mose 18:1-5) so gut beschreibt.
Dieses Reinheits-/Heiligungsgebot, waren nur für die Juden als auserwähltes Volk Gottes bestimmt, damit sie sich von anderen Völkern unterscheiden sollen. Für niemand sonst! Weder für Christen, noch für Moslems, oder irgendeine andere Religion, die an den Gott der Israeliten glaubt.

Das Gesetz der Juden kann man in die folgenden Gruppen unterteilen:

Ø  Moralische Gesetze wie z.B. die 10 Gebote
Ø  Zivile Gesetze, die das Zusammenleben regeln sollten
Ø  Gesundheitsgesetze (z.B. über Aussatz)
Ø  Zeremonialgesetze, wie z.B. alle Opfergesetze

Alles bei den Zeremoniealgesetzen drehte sich um den Messias, den die Juden erwarteten. Diese Gesetze besagten, welches Opfer bezahlt werden musste, um von Sünden rein zu sein, wozu oft ein Lamm als Sinnbild des Messias als „Lamm Gottes“ genommen wurde, welches die Sünden der Welt aus dieser entfernen sollte. Mit dem Tod Jesu, so die christliche Auffassung, würde seine Bedeutung verschwinden, da Jesus dieses Gesetz erfüllen würde.
Diese beiden oben genannten Verse, was meinen Sie, worunter sie fallen würden? Moralgesetz? Zivilgesetz? Gesundheitsgesetz? Oder Zeremonialgesetz? Was meinen Sie?
Schauen wir uns doch einmal das Wort „Greuel“ an, ob es uns vielleicht einen Anhaltspunkt geben kann.
In der hebräischen Sprache wird „Greuel“ mit "Toevah“(תֹּועֵבָה ) übersetzt, was soviel bedeutet, das Gott etwas verabscheut, etwas, das unrein ist. Somit werden damit eine rituelle Unreinheiten, und keine moralische Sünde bezeichnet, was man mit hebräisch "Zimah" übersetzen müsste. Die Septuaginta übersetzt das Wort Greuel richtigerweise mit dem Wort "bdelygma“ , was eine rituelle Unreinheit beschreibt, und nicht mit "anomia", was für Übertretung und Sünde steht. So wird eine Frau, die ihre Tage bekam, auch als Greuel, als unrein bezeichnet, und sie durfte den Tempel in diesem Zustand nicht betreten, jedoch war sie deswegen nicht sündig. Toevah wird auch oft benutzt, um Abgötterei zu beschreiben

Für Juden, damals wie heute, hat Homosexualität etwas mit ritueller Reinheit zu tun, und keineswegs etwas mit Sexualität, bezogen auf diese beiden Schriftstellen. Diese Verse sind Teile des Zeremonialgesetzes, und nicht des Moralgesetzes, was auch im Kontext dieser beiden Kapitel deutlich wird. Sie war in erster Linie eine Richtlinie für Priester und Leviten, und anscheinend auch möglicherweise für deren Angehörige (zumindest teilweise).
Lesbische Sexualität wird hier nicht erwähnt, was vielleicht daran liegt, dass Priester und Leviten, die im Tempel oder anderswo ihren Dienst verrichteten, nur Männer waren, oder/und daran, dass Frauen keinen männlichen Samen vergießen, denn auch ein Mann, der seinen Samen vergoss, galt als unrein, und musste sich rituell reinigen, bevor er den Tempel betreten durfte. Denn, dass vergießen eines Samens hieß vergießen von Leben (siehe 3. Mose 15.16-18).

Auch hier wird deutlich, dass es nicht um Homosexualität geht, die eine Sünde ist, sondern um Homosexualität als rituelle Unreinheit, im Zusammenhang oft mit Kultprostitution und Abgötterei. Eine liebende lesbische oder schwule Beziehung ist damit nicht gemeint.
Übrigens fordern einige dieser Gesetze den Tod des Betroffenen, und das für taten, wo wir heute oft mit einem Lächeln oder einer spitzen Bemerkung reagieren würden. Hier nur einige als Beispiel:

ü  3. Mose 18:6ff; 20:11ff:        Nicht die Geschlechtsmerkmale eines nahen Verwandten aufdecken

ü  3.Mose 18:9:                          Kein Sex während der Mens

ü  3. Mose 18:21; 20:1:              Kinder keinem heidnischen Gott opfern (Moloch)

ü  3. Mose 20:9:                         Eltern nicht verfluchen

ü  3. Mose 19:19:                       Kein Mischgewebe tragen

ü  3. Mose 19: 28:                      Keine Tatoos machen lassen

Manche dieser Gesetze machten und machen durchaus Sinn, und fanden ihren Weg in unsere Gesetzgebung. Andere wiederum haben sich überholt. Wir schmücken uns mit einem Tatoo, tragen Gewebe aus zweierlei Fäden, und lassen uns, wenn wir s mögen, eine Blutwurst schmecken.
Aber was ist mit den Gesetzen aus dem 3. Buch Mose, mit der wir nichts mehr anfangen können, wie gewisse Trank- oder Heilopfer, die im antiken Judentum im Tempel durchaus üblich waren?

Sehr viele Teile des jüdischen Gesetzes haben für Christen und auch für Juden keine Bedeutung mehr, die sie früher einmal hatten. Wer die Gesetze des Alten Testamentes jedoch als Maßstab einer Verurteilung Homosexueller machen möchte, bekommt Probleme.

Welches Gesetz gilt dann noch? Darf man ungestraft einen Homosexuellen töten, oder soll man es abmildern (vielleicht alle in eine Art KZ stecken?)?
Das Levitikus, ja, überhaupt das jüdische Gesetz für Christen oder Moslems kein Maßstab ist oder sein kann, liegt ganz einfach darin begründet, dass diese Gesetze für Christen gemacht wurden. Sie wurden FÜR JUDEN, und NUR FÜR JUDEN gemacht! Und darum kann dieses Gesetz betreffs Homosexualität für Christen auch nicht gelten, denn es wurde ihnen nicht gegeben!

Der Apostel Paulus erzählt in seinem Galaterbrief darüber das folgende:

In Galatien predigten jüdische Christen etwas anderes, als Paulus predigte. Sie forderten nämlich von den Heidenchristen, dass diese, damit Gott sie akzeptierte, die jüdischen Gesetze halten sollten. Paulus Reaktion ist ein Brief, indem er klar macht, das man nur durch den Glauben an Christus gerechtfertigt wird, und berichtet von dem Konzil der Apostel in Jerusalem, diesen Grundsatz verteidigte, und das auch gegen seinen Kollegen Petrus, der sich zunächst auch nicht an die jüdischen Gesetze gehalten hatte, dann aber wegen der Judenchristen wieder umgeschwenkt war (ein antiker Wendehals sozusagen), und deswegen von Paulus gemaßregelt wurde.

Kernaussagen dieses Briefes sind:

1. Durch den Glauben an Jesus ist man gerechtfertigt (Galater 2:16)
2. Käme Gerechtigkeit durch das Gesetz, wäre Christus umsonst gestorben (Galater 2:21)
3. Jesus hat durch seinen Tod die Menschen vom Gesetz freigekauft (Galater 3: 10-13)
4. Nur Glauben an Jesus bringt Leben (Galater 3: 21 und 22)
5. Will man durch das Gesetz gerechtfertigt werden, wird man von Jesus abgetrennt und fällt aus der Gnade Gottes (Galater 5:4)

Paulus geht im Galaterbrief noch weiter. Er spricht vom GANZEN Gesetz, also nicht nur das Zeremonialgesetz, sondern auch vom Zivil-, Gesundheits- und Moralgesetz. Das Moralgesetz gilt also nicht für Christen, um gerecht vor Gott zu sein. Ist es etwa nicht mehr der Wille und das Gesetz Gottes? Nur teilweise.
Gesetze wie „Du sollst nicht stehlen“, müssen hinter dem Grundsatz zurückstecken „Not kennt kein Gebot“, denn nur durch Diebstahl konnten im frierenden und hungernden Nachkriegsdeutschland Menschen überleben, wenn es nötig ist, aber sonst sind sie immer noch gültig, und sei es „nur im Strafgesetzbuch. Oder was ist mit „Du sollst nicht töten“, wenn ein Tyrannenmord viele unschuldige Leben retten kann?
In den Moralgesetzen der antiken Juden ging es vor allem um unsere persönliche Beziehung mit Gott, und nicht darum sklavisch Gesetzen zu folgen. Sondern darum, vom Gesetz frei zu sein.
Das „neue“ Gesetz, das Jesus den Christen gab, wird in diesem Satz zusammengefasst:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Daran hängt alles! Jesus selbst redete davon, als er das sagte:

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Johannes 13:34und 35)

Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe (Johannes 15:12)

Und Paulus schrieb an die Römer:

Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Römer 13:8-10)

Alle diese Stellen zeigen Christen, dass für sie das Gesetz nicht gilt, ist es durch das Sühnopfer doch erfüllt Aber es sagt noch mehr: Gott liebt seine homosexuellen Kinder genauso, wie seine heterosexuellen Kinder, und, wie Römer 2: 1 zeigt, ist es die Aufgabe von Christen, einander zu lieben und nicht zu verurteilen. Verlassen wir nun das Alte Testament, und wenden uns dem Neuen Testament, und somit den Briefen des Paulus zu:

Römer 1: 26:28:

     Dieses ist die einzigste mir bekannte Stelle in der Bibel, wo von „weiblicher“ Homosexualität  die Rede ist. Jedoch, bevor wir mit dem eigentlichen Thema beginnen, hier noch einmal die  Schriftstelle, um die es geht, im Wortlaut:

   Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn  ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt,  und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der  Frau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer  mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn  ihrer Verirrung an sich selbst. (Römer 1: 26-28)

   Also, auf Grund dieser Schriftstelle wird gepredigt, dass Homosexualität schändlich und unnatürlich ist, und dass Gott Homosexuelle verworfen hat. Als „Lohn der Sünde“ wird dann  gerne AIDS angeführt, wobei nur zu gerne vergessen wird, dass Homosexuelle nicht die einzigste Risikogruppe, ja, mittlerweile nicht einmal die größte Gruppe (das sind die Sextouristen) sind. Darum wünschte sich der presbyterianische Geistliche aus der Geschichte von Mel White auch, dass dieser stirbt. Denn nur zu viele, vor allem in den USA, denken, dass Homosexuelle vernichtet werden sollen. 
Aber he, um was geht es hier überhaupt? Um WEN geht es hier überhaupt? Um Lesben und  Schwule?  Schauen wir uns zunächst einmal den Kontext an, in der diese Schriftstelle steht:

  Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit  und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit  niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar  ist, denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl  seine ewige Kraft als auch sein Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt  an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung  seien, weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten  noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit  verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich  für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit  des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes  vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und  kriechenden Tieren. Darum hat Gott sie dahingegeben in die Begierden ihrer  Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche  die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung  und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen sei in  Ewigkeit. Amen. Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften.  Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den  unnatürlichen verwandelt, und ebenso haben auch die Männer den natürlichen  Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinander  entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben, und  sie empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung ans sich selbst.  Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat  Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht  ziemt: erfüllt von aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit,  voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser,  Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern  Ungehorsame, Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige.  Obwohl sie Gottes Rechtsforderungen erkennen, dass die, die so etwas  tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch  Wohlgefallen an denen, die es tun. (Römer 1: 18-32)

  

Hier wird nicht von Christen gesprochen, sondern von Menschen, die sich gegen Gott entscheiden, und das mitunter auch dann, wenn Gott sich ihnen offenbart hatte. Sie entscheiden sich für das Geschöpf und gegen den Schöpfer des Geschöpfs. Sie wollen von Gott nichts wissen, und verwerfen ihre Gotteserkenntnis. Sie erkennen nicht Gott an, und ehren ihn nicht, dafür beten sie lieber Götzen an. Lüge wird bei ihnen zur Wahrheit, und Wahrheit zur Lüge. 

Sie leben wie sie wollen, ähnlich wie in Sodom zur Zeit der Richter (siehe Richter 21:25b). Für Paulus war ein Leben ohne Gott, wie es diese Menschen führten, schrecklich und nicht  lebenswert. So führte er eine lange Liste von Sünden an, darunter auch solche, die die Sexualität betrafen. Paulus meinte, dass diese Menschen die natürliche gegen eine unnatürliche Sexualität ausgetauscht hätten. Ob er dabei an das dekadente Rom dachte? Oder an die Korinther, von wo aus er möglicherweise diesen Brief an die Römer schrieb?

In beiden Städten war Promiskuität, Vielgötterei und auch sonst eine eher lockere Moral vorherrschend.

In ihren Tempeln boten sich weibliche und männliche Tempelprostituierte als  Teil des Fruchtbarkeitskultes zahlenden Frauen und Männern für Geld dar. Auch das, was  man homosexuell nennen könnte, wurde von heterosexuellen Männern und Frauen dort praktiziert.

Sprach Paulus von diesen Menschen, oder der Menschheit an sich? Ich denke, eher Letzteres,  denn das würde aus christlicher Sicht mehr erklären.

Die Menschheit, die, aus Sicht des Paulus, ohne Gott leben will, sich selbst und oberflächliche  Dinge wie Geld oder Macht vergöttert, ist dem Untergang geweiht.  Jedoch ist Paulus nicht der Pessimist und Miesepeter, der er zu sein scheint, denn er hat in  späteren Kapiteln des Römerbriefes auch noch eine gute Nachricht für die Empfänger des  Briefes:

   Alle sind Sünder, keiner kann sich selbst gerecht machen.  Deshalb ist jeder Mensch zum Tode verurteilt.  Aber in seiner Gnade und seiner Liebe nimmt Jesus,  der Sohn Gottes, die Sünde jedes Menschen auf sich  und stirbt an dessen Stelle. Jeder, der das glaubt,  wird bedingungslos gerechtfertigt und hat ewiges Leben.

   Das erste Kapitel des Römerbriefs handelt also nicht von Christen, egal ob homosexuell oder  heterosexuell, sondern von Menschen, die nicht an Gott glauben wollen, und deshalb nicht  erlöst werden können. Ihre sexuelle Orientierung spielt dabei keine Rolle.
Auch, wenn es manchen Christen nicht gefällt, aber auch in einer christlichen Kirche kann es  Menschen geben, die das eigene Geschlecht lieben. Oft leben sie aus Angst vor Verurteilung  ein Doppelleben. Weil Römer 1 immer noch so ausgelegt und verstanden wird, als ob er Homosexualität verurteilen würde. Aber tut diese Schriftstelle das wirklich? 
Hier geht es doch darum, dass der Mensch von Gott nichts wissen will, sich quasi selbst zum  Gott machte, die Sexualität vergötterte. Wäre dafür das Wort „sexsüchtig“ passend? Geht es  hier überhaupt um eine normale Liebesbeziehung von zwei Menschen, egal ob heterosexuell  oder homosexuell?
Nein, es geht hier primär auch nicht um Sexualität, sondern die Abkehr von Gott und seine  Folgen, so, wie Paulus sie sah.
Ist hier überhaupt von Homosexualität die Rede? Warum schreibt Paulus, dass der „natürliche“ Verkehr in einen „unnatürlichen“ Verkehr geändert wurde? Was ist „natürlich“, was „unnatürlich“? Meinte Paulus mit „natürlich“ etwas, was auch in der Natur (Pflanzen- und Tierreich) vorkommt? Kannte man damals überhaupt Naturgesetze? Welche Wörter benutze er im Original, und was bedeuteten sie?
In der griechischen Urfassung wird das Wort „natürlich“ mit „Physin“ übersetzt, und sein  Gegenstück, „Paraphysin“, was unnatürlich oder widernatürlich bedeutet. Damit werden Dinge beschrieben, die der eigenen Natur entsprechend sind, bzw. dem widersprechen.  So wird das Wort „Physin“ in dieser Schriftstelle benutzt:

Oder lehrt euch nicht selbst die Natur/ PHYSIN dass, wenn ein Mann langes  Haar hat, es eine Schande für ihn ist? (1. Korinter 11:14)

Ist es ein „Naturgesetz“, dass ein Mann keine langen Haare haben darf? Oder nicht eher  Brauchtum und die Angst, das Geschlechtsrollen nicht eingehalten warden?
Paulus benutzt auch an anderer Stelle des Römerbriefs das Wort Paraphysin: 

Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und gegen  die Natur/PARAPHYSIN den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie  viel mehr werden diese, die natürlichen Zweige, in ihren eigenen Ölbaum

eingepfropft werden? (Römer 11:14)

Selbst Gott handelt hier unnatürlich, aber, da er Gott ist, kann es keine Sünde sein, was er tut.  Was aber bedeuten diese Worte? Was ist nun wirklich „natürlich“, was „unnatürlich“?  Geht es nicht eher um die Natur des Betroffenen, was für diesen natürlich oder unnatürlich ist?  Wäre es für einen heterosexuellen Menschen natürlich, homosexuellen Sex haben zu wollen  oder ausüben zu müssen, weil es eine Religion oder Gesellschaft verlangt? Oder für einen  homosexuellen Menschen, heterosexuell zu leben, obwohl das entgegen seiner Natur ist?  Das vorliegende Beweismaterial macht es für mich ziemlich deutlich:

Gott empfindet nicht die Homosexualität an sich als Sünde, denn Sünde  ist die Abkehr von Gott, und, sich selbst zum Gott machen wollen.  Gottlosigkeit hat viele Facetten, und manche haben auch mit der  menschlichen Sexualität zu tun. Besonders, wenn diese Sexualität für  diese Menschen bestimmend ist, also „vergöttert“ wird. Und das kann  auch geschehen, in dem z.B. ein ansonsten heterosexueller Mensch  homosexuelle Sexualität praktiziert, oder, ein homosexueller Mensch  Sex mit einer Person des anderen Geschlechts ausübt.  Es geht nicht um Homosexualität von Homosexuellen, die in einer liebevollen,  auf Treue basierenden Beziehung leben, sondern um die, die  meinen, das die eigene Lust (egal welcher sexueller Orientierung)  wichtiger ist, als eine Beziehung zu Gott, wie es Paulus verstand.

Kommen wir nun zu den beiden letzten Schriftstellen, die wir betrachten werden. Bei ihnen  wird besonders gut deutlich, wie Vorurteile, ungenaue und schwierige Übersetzung, dazu  führten, dass Homosexuelle mit Hilfe dieser beiden Schriftstellen verurteilt werden.  Sie stehen in:

 1 Kor. 6:9,10 und 1 Tim. 1:9,10

Diese beiden Schriftstellen von Paulus werden oft benutzt, um Homosexuelle als Sünder zu  verdammen, besonders gerne von fundamentalistischen Christen (neben Römer 1 die bei Fundamentalisten beliebteste Stelle im Neuen Testament):

Oder wisst ihr nicht, das Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?  Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher,  noch Wollüstlinge, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige,  noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes  erben. (1. Korinther 6:9 & 10)

 Aha, Homosexuelle schänden also kleine Jungen, sind sexgierig, und kommen deshalb nicht  in den Himmel. Gut zu wissen! 

... dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose  und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige,  Vatermörder und Muttermörder, Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder,  Menschenräuber, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes  der gesunden Lehre entgegensteht. (1. Timotheus 1:9 & 10)

Was für eine Überraschung! Homosexuelle sind (wieder einmal) Knabenschänder und gottlose Sünder.  Es wäre zum lachen, wenn es wegen der Folgen nicht so traurig für die Betroffenen wäre.  Die beiden Wörter, die Homosexualität beschreiben sollen, werden von Luther mit „Wollüstlinge“ (griechisch: Malakoi) und „Knabenschänder“ (Griechisch: Arsenokoitai) übersetzt.
Die King James Version, die Bibel, die für alle englischsprachigen Christen verfügbar ist,  übersetzt Malakoi mit Homosexuals (Homosexuelle), was eigentlich nicht die Bedeutung haben kann, denn das Wort Homosexualität kam erst Ende des 19.Jahrhunderts auf. Vorher  glaubte man, dass dieses Wort sich von „Malakee“ abgeleitet, was „Masturbation“, also  Selbstbefriedigung, bedeutet. Erst, als aufgeklärte Menschen erkannten, dass Selbstbefriedigung keine Sünde ist, sondern eine nützliche Funktion hat, wurde von Homosexualität als Bedeutung für dieses Wort gesprochen. Aber was meinte Paulus mit dem Wort genau? Niemand weiß es. Anderswo in der Bibel wird dieses Wort Malakoi ebenfalls benutzt, und zwar für Menschen, die:  

Weich

Kränklich

Feige

Zart/sanft

Ausschweifend, oder

Unzuverlässig 
 

sind. Es wird für Menschen gebraucht, die disziplinlos und moralisch schwach sind, unfähig  zur moralischen Integrität und Selbstkontrolle, jedoch nirgendwo wird es in einem sexuellen  Zusammenhang gestellt.  Was aber bedeutet „Arsenokoitai“? Englische Bibeln übersetzen das Wort mit „Sodomites“  (Sodomiten= Einwohner Sodoms), ein Wort, dass früher fälschlicherweise für Homosexuelle  benutzt wurde, wie wir gesehen haben, da Homosexualität in Sodom nicht die Sünde  war.

Autoren, wie Gordon Fee in seinem Werk „The first epistle to the Corinthians”, vertreten die  Ansicht, das es sich hierbei vielleicht um eine päderastische Beziehung gehandelt haben  könnte, was allerdings auf schwachen Füßen als Argument steht, weil im 1. Timotheus nur  das Wort Arsenokoitai benutzt wird. Niemand weiß genau, was dieses Wort bedeutet, das  Paulus hier benutzte, und das sehr selten von anderen Autoren benutzt wurde (in den moisten  Fällen, um männliche Prostituierte zu beschreiben).

Man geht davon aus, das dieses Wort aus zwei Wörtern, „Mann“ und „Bett“ zusammengesetzt  ist, wobei Bett oft der Ausdruck für Sex war. Jedoch ist nicht geklärt, wie die Verbindung  zum Wort „Mann“ gesehen wurde. War er Objekt oder Subjekt?

Und, es wurde nicht von Männern, sondern ur einem Mann geredet. War der Mann nun mit  einer Frau oder einem anderen Mann im Bett?  Dazu ein kleiner Blick auf das Wort arsenokoitoi, wie es außerbibliche Autoren benutzen:

Der Philosph Philo benutze es um 35 n. Chr., um Tempelprostitution zu beschreiben ((Philo,  The Special Laws, III, VII, 40-42). Ebenso im 2. Jahrhundert nach Christi (Apology of  Aristides, Kapitel 9 und 13). Über Analverkehr von Eheleuten, wo dieses Wort auch benutzt  wurde, schrieb der damalige Patriarch von Konstantinopel, Johannes Jejunator, im 6. Jahrhundert: 
 

“In fact, many men even commit the sin of homosexuality with their wives.”  (Patrologiae cursus completus, Series Graeca, 88:1893-96)

 Übersetzung:

  „Tatsächlich begehen viele der Männer die Sünde der Homosexualität mit  ihren Frauen“

 Wie gesagt, erst im 6.Jahrhundert, wurde das Wort Arsenokoitoi mit Homosexualität gleichgesetzt, wobei darunter Analverkehr (auch mit Frauen) verstanden wurde. 
Einige Gelehrte glauben, dass Paulus einen Namen ins Leben rief, um sich auf die Kunden  "der weichlichen Callboys zu beziehen." Wir könnten sie "schmutzige alte Männer nennen."
Andere übersetzen das Wort als "Homosexuelle", aber erklärten nie, was das bedeutet. Im  Jahr 1958, zum ersten Mal in der Geschichte, übersetzte eine Person, dieses mysteriöse griechische  Wort ins Englische, und entschied, das es Homosexuelle bedeutet, ein Wort, das es  weder in Hebräisch noch in Griechisch gibt. Aber dieser Übersetzer traf die Entscheidung für  uns alle, die den Wort Homosexuelle in die englischsprachige Bibel für das allererste Mal  legten.
In der Vergangenheit verwendeten Leute die Schriften von Paulus, um Sklaverei, Abtrennung,  und Rassentrennung zu unterstützen. Leute verwenden noch die Schriften von Paulus, um  Frauen zu unterdrücken und ihre Rolle im Haus, in der Kirche, und in der Gesellschaft zu  beschränken. Jetzt müssen wir uns fragen, "geschieht es wieder?" Ist ein Wort auf Griechisch  das keine klare Definition hat, dafür benutzt, Vorurteile der Gesellschaft zu widerzuspiegeln  und die homosexuellen Kinder des Gottes zu verurteilen? 
Wir alle müssen näher auf dieses mysteriöse griechische Wort arsenokoitai in seinem ursprünglichen Zusammenhang schauen. Ich finde am meisten überzeugend das Argument von der Geschichte, dass Paulus die verheirateten Männer verurteilt, die unbehaarte junge Jungen (malakois) für das sexuelle Vergnügen anstellten, so, wie sie glatt rasierte junge Mädchen zu diesem Zweck anstellten. Verantwortliche Homosexuelle würden sich Paulus beim Verurteilen von solchen Menschen anschließen, der Kinder für die eigene Sexualität benutzt, gerade als wir uns irgendjemandem anderem beim Verurteilen der bedrohten Bandenvergewaltigung in Sodom oder dem Verhalten der sexbesessenen Priester und Priesterinnen in Rom anschließen würde. Also, wieder bin ich überzeugt, dass dieses Zitat sehr viel über Gott, aber nichts über die Homosexualität sagt, so, wie wir sie heute verstehen. Doch wie sah damals in der antiken Welt, in Griechenland oder Rom, die Homosexualität aus?  War sie akzeptiert?  Dazu Robin Scroggs in seinem Werk „"The New Testament and homosexuality",wo er sagte:

"The intellectual and, indeed, affective partner to a male was another  male"

   Übersetzung:

  "Der intellektuelle, und, affektive Partner eines Mannes war ein anderer  Mann"

Die meisten dieser Männer waren verheiratet und hatten Kinder, aber das höchste Ideal war  für Männer der Körper und Geist eines anderen Mannes. Heterosexuelle Ehen wurden als  notwendiges Übel angesehen, um das Volk nicht aussterben zu lassen. In den oberen Gesellschaftsklassen wurde die Päderastie, die „Knabenliebe“, zum Ideal erhoben, denn diese Kinder bekamen auch Bildung und dadurch notwendige Kontakte, um als Erwachsene Karriere machen zu können, was jedoch eher die Ausnahme als die Regel war. 
Neben der Päderastie gab es noch schwulen Sex mit Prostituierten oder Sklaven (die sich so  manchmal freikaufen konnten), jedoch war die Päderastie am weitesten verbreitet. 
Bei diesen pädosexuellen Beziehungen ging es nicht um Liebe, sondern um Sex. Der Erwachsene bestimmte, und der Knabe hatte zu gehorchen. Es war eine für den Knaben oft demütige und lieblose „Beziehung“. 
Im antiken Griechenland, ebenso wie im antiken Rom, war Homosexualität weit verbreitet. 
Und so fehlte es nicht an, zum Teil recht deutlichen und witzigen Wörtern, um Homosexualität zu beschreiben. Malakoi und Arsenokoitoi jedoch waren nicht darunter. 
Darum meinte Scroggs auch in seinem schon erwähnten Buch, dass es sich bei den Wörtern  um Tempelprostitution handeln könnte, oder um eine pädosexuelle Beziehung, nicht aber um  eine gleichberechtigte homosexuelle Liebesbeziehung. 
Bis heute weiß man nicht, was diese beiden Worte, Malakoi und Arsenokoitai, wirklich bedeuten. Geht s dabei um Päderasten? Tempelprostitution? Sklavenvergewaltigung? Um Homosexualität jedenfalls nicht! 
Und, solange das nicht geklärt ist, kann niemand diese Schriftstelle benutzen, um Homosexualität zu verurteilen.

 Meine Gedanken dazu:

Nun habe ich all diese Schriftstellen durchgearbeitet. Eine Riesenarbeit, die aber auch Spaß  gemacht hatte, und das, obwohl ich keine Christin bin, und nicht vorhabe, eine zu werden. 
Ich bin eine Wicca, was man auch mit „Hexe“ übersetzen kann. Das ist eine „heidnische“  Religion, die auch bei Christen sehr argwöhnisch, ja mitunter feindselig, betrachtet wird. 
Aber hier ist nicht Wicca das Thema, sondern Homosexualität und Bibel! 
Wie sie sehen konnten, haben weder Jesus noch die Apostel, oder gar die alttestamentarischen  Propheten, Homosexualität als Liebesbeziehung verurteilt. Fast immer ging es um die Absonderung von anderen Völkern/Gruppen, darum, heterosexuellen Menschen homosexuelle Aktivitäten zu verbieten, bzw. um Tempelprostitution und Vergewaltigung. 
Diese Schriftstellen sind in ihrer Aussage so eindeutig, das ich mich frage, ob nicht Absicht,  statt wider besseren Wissens, wie ich zuerst annahm, dahinter steckte. 
Die Entdeckung, dass einige von uns schon von Geburt an oder im frühsten Säuglingsalter zur  sich vom eigenen Geschlecht sexuell angezogen fühlten, wurde in den letzten 150 Jahren gemacht.  Biblische Autoren wussten nichts über die sexuelle Orientierung. Autoren von Alten  Testament und Paulus nahmen an, dass alle Leute heterosexuell geschaffen wurden, gerade so, wie sie glaubten, dass die Erde flach war, dass es oben den Himmel und unten die Hölle gab, und dass sich die Sonne um die Erde drehte. 
Im Jahr 1864, fast 3.000 Jahre nach Moses und mindestens 18 Jahrhunderte nach dem Apostel  Paulus, war der deutsche Sozialwissenschaftler Karl Heinrich Ulrichs der Erste der darüber  etwas schrieb.
Es war ein großer Moment für alle sexuellen Minderheiten. Es ist unser Kolumbus, der die Neue Welt entdeckt. Es ist unsere Marie Curie, die für Röntgenstrahlen verwendetes Radium entdeckt. Es ist unser Neil Armstrong, der auf dem Mond spazieren geht. Es kann ein kleiner Schritt für den Rest von Ihnen sein, aber es ist ein riesiger Sprung für uns. 

Ulrichs bewies die Welt dessen, was wir, die bereits homosexuell sind, in unseren Herzen  wissen. Wir sind nicht heterosexuell, und können als Homosexuelle auch nicht heterosexuelle  Sexualität mögen. Wir sind eine ganze Klasse von Leuten, die vom ersten Augenblick unseres  Lebens, eine eigenständige Sexualität und Intimität besitzen. Obwohl der Wort Homosexuelle  vorher nicht verwendet wurde, erst im späten 19. Jahrhundert, erkannte Ulrichs an, dass Homosexuelle schon von Beginn der Zeitrechnung existierte, und unsere Bedürfnisse anders als die homosexueller Menschen waren," und dass unser Wunsch nach gleichgeschlechtlicher  Intimität natürlich angeboren und/oder im frühsten Säuglingsalter geformt ist. Gemäß Doktor  Ulrichs war, was von Paulus oder Moses als "unnatürlich" ausgesehen haben kann, für Homosexuelle "natürlich". 
Die biblischen Autoren wussten nichts über die homosexuelle Orientierung, wie wir es verstehen, und sagten deshalb nichts darüber, weder, um es zu verurteilen, noch, um es zu genehmigen. 
Die Autoren der Bibel sind Fachleute hinsichtlich des Glaubens. Ihnen kann vertraut werden,  wenn sie über den Gott sprechen. Aber sie sollten nicht als die Fachleute der sexuellen Orientierung betrachtet werden, so, als ob sie auch Fachleute für alles andere wären.  Da die Schriftsteller der Bibel nicht die Fachleute der menschlichen Sexualität sind, einfach,  weil sie darüber nichts wussten, so, wie wir es heute verstehen, und weil weder Jesus noch  die Propheten der Juden dazu etwas sagten, bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass in  der Bibel NICHTS STEHT, WAS HOMOSEXUALITÄT ERLAUBT ODER VERDAMMT,  so, wie wir sie heute verstehen. 
Obwohl die Propheten, Jesus, und anderen biblischen Autoren nichts über die homosexuelle  Orientierung sagen, weil wir es heute verstehen, sind sie sich über eines vollkommen einig:

Weil wir nach Wahrheit suchen, sollen wir einander "lieben."
 

Wir können nicht im Stande sein, die Bibel als unsere Endautorität auf der sexuellen Orientierung zu verwenden. Aber weil wir nach der Wahrheit suchen, können wir und sollten die Bibel als unsere Endautorität darauf verwenden, wie wir einander entlang dem Weg behandeln sollten. 
 

Ein junger jüdischer Gelehrter fragte Jesus, "Wie ist das größte Gebot?" Die Propheten zitierend, antwortete Jesus:

" Das große Gebot ist, das wir Gott mit ganzen Herzen, Seele,  und Kraft zu lieben, und das zweite Gebot ist ihm gleich, liebe deinen  Nächsten wie dich selbst."

 "Das ist mein Gebot," sagte Jesus, "dass Sie einander lieben, weil ich Sie geliebt habe." Darin  ist die Bibel sehr deutlich. Selbst wenn wir darüber nicht übereinstimmen, was die Bibel über  die Homosexualität zu sagen scheint, können wir zugeben, dass vor allem uns durch die Bibel  gesagt wird, Gott zu lieben und einander zu lieben. Da Gott der Gott der Wahrheit ist, seitdem  Jesus selbst uns sagte, dass die Wahrheit uns frei machen würde, ist ein Weg, wie wir Gott  lieben und einander lieben, die Wahrheit über die sexuelle Orientierung suchend, wo auch  immer wir es finden können. 
Es gibt einen wachsenden Beleg von Beweisen von Wissenschaft, Psychologie, Geschichte,  Psychiatrie, Medizin, und persönlicher Erfahrung, die zu einem klaren Urteil führt: Homosexualität ist weder eine Krankheit noch eine Sünde. Leider ist die Kirche immer, wenn nicht die letzte Einrichtung auf der Erde langsam gewesen, um neue Wahrheit zu akzeptieren. 
Im Jahr 1632 wagte der Wissenschaftler Galileo (der ein Mann des Glaubens war), die radikale Idee des 15. Jahrhunderts von Kopernikus dass alle Planeten einschließlich der Lehre, das die Sonne um die Erde kreisen würde, zu unterstützen, Sofort wurde Galileo vom Papst zum Ketzer erklärt, der Bibeln in seinem Versuch ansetzte zu widerlegen, was Wissenschaft bewies. 
Früher hatten sich protestantische Helden zusammengeschlossen, um Kopernikus anhand  von Bibelzitaten zu verurteilen.. Diese waren nicht schlechte Männer. Aber sie konnten  nicht zugeben, dass die Bibel ein Buch über Gott war, nicht über die Astronomie - ebenso  gute Männer und Frauen heute Schwierigkeiten haben zuzugeben, dass die Bibel ein Buch über Gott ist, nicht über die menschliche Sexualität.  Martin Luther sagte:

"Dieser Dummkopf Kopernikus möchte die komplette Wissenschaft der  Astronomie umkehren; aber die heilige Bibel in Josua 10:13 sagt uns, dass  Joshua der Sonne befahl, still zu stehen, und nicht der Erde."

Und so könnte ich viele weitere Beispiele dessen anführen, was die Bibel sagte, und wie es  verstanden wurde.  Weil sich Christen sich, ihr Verständnis des Wortes Gottes durch die Wissenschaft erklären  zu lassen, weigerten, wurde Kopernikus verurteilt, und Galileo wurde ein Ketzer erklärt und  unter Hausarrest für den Rest seines Lebens gestellt. Im Jahr 1992, 359 Jahre später gab Papst  John Paul II schließlich zu, dass sich die Kirche geirrt hatte, Wissenschaft zu ignorieren und  die Bibel wörtlich zu interpretieren. Der Papst sagte etwas, was wir nie vergessen müssen:

  "Neue historische Studien ermöglichen uns festzustellen, dass dieses traurige Missverständnis  jetzt der Vergangenheit gehört."


Leider kam die Entschuldigung zu spät, um Galileo von seinem Leiden zu entlasten. Und wenn die biblischen Gelehrten des Tages von Galileo, Galileo gesagt hatten, 
 

"Auch, wenn wir mit Ihren Theorien nicht übereinstimmen, so lieben wir sie  doch.. So lange sie Gott lieben und den Willen Gottes in Ihrem Leben suchen,  sind Sie hier erwünscht."

Stellen Sie sich das Leiden vor, das vermieden werden konnte, wenn die Kirche das ihren  lesbischen, homosexuellen, bisexuellen und transidentischen Kindern sagen konnte: 

"Wir verstehen Ihre Ansichten über die sexuelle Orientierung nicht, aber  wir lieben und vertrauen Ihnen. So lange Sie Gott lieben und den Willen des  Gottes in Ihrem Leben suchen, sind Sie hier erwünscht."

Stattdessen vertreiben gut meinende Christen ihre eigenen Kinder aus der Kirche, benutzen  Bibelzitate, die die sexuelle Orientierung gar nicht betreffen, so, wie wir es verstehen. 
Was auch immer einige Menschen glauben, dass die Bibel über die Homosexualität sagt,  müssen sie nicht diesen Glauben verwenden, Homosexuelle ihre grundlegenden bürgerlichen  Rechte zu bestreiten. Gegen sexuelle oder Geschlechtminderheiten zu unterscheiden, ist ungerecht und unmenschlich, und gegen das, was der Gott der Christen sagte.

  
Für den Artikel benutzte Bücher , Artikel und Internetseiten homosexueller Christen:

Brueggemann, Walter: Genesis interpretation : a Bible commentary for teaching and preaching.

 Fee, Gordon: The first epistle to the Corinthians.

Harrison, R K: Leviticus : an introduction and commentary.-

Kittel's Theological Dictionary of the New Testament

Noth, Martin: Leviticus : a commentary

Popma , Klaas J: Harde feiten : kanttekeningen bij het Genesisverhaal

Scroggs, Robin: The New Testament and homosexuality : contextual background for contemporary debate

Skinner, John: A critical and exegetical commentary on Genesis

The New Layman's Bible Commentary in one volume

Van Solms, A: Genesis. Deel 1.

Von Rad, Gerhard: Genesis : a commentary.

Westermann, Claus: Genesis 12-36 : a commentary.

 White, Mel: What the Bible says and doesn’t say – about Homosexuality  (PDF-Datei zum runterladen: http://www.soulforce.org/pdf/whatthebiblesays.pdf) 

Internetseiten:

  http://www.zwischenraum.net/print/02sodom_print.htm,

  http://www.zwischenraum.net/04roemer.htm, http://cott.lsbk.ch/Roemer.htm,

  http://www.zwischenraum.net/05weichlinge.htm,

  http://www.stjohnsmcc.org/new/BibleAbuse/Arsenokoites.php

 Ende

 

 

 

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