gerlindes-welt - Die Tempel der Mormonen
   
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Die Tempel der Mormonen

Vorwort:

 

Um zu verstehen, warum den Mormonen ihre Tempel, die sie liebevoll das „Haus des Herrn“ nennen, so wichtig ist, müssen wir uns zunächst einmal ansehen, was Mormonen als „Plan der Erlösung“ bezeichnen, um zu verstehen, warum das so ist..

Warum jedes Mitglied mindestens einmal im Jahr im Tempel sein sollte, und warum die Würdigkeit dabei einer so großen Bedeutung beigemessen wird.

 

Der Plan der Erlösung

 

Nach mormonischem Verständnis ist der „Plan der Erlösung“, der Entwurf Gottes, um durch Jesus Christus möglichst alle Menschen zu erretten. Denn, so die Theologie der Mormonen, Gott tut nichts ohne einen Grund. Und er tut es wegen uns. Der „Plan der Erlösung“ besagt, nach der Theologie der Mormonen, woher wir kamen, warum wir auf der Erde sind, und wohin wir nach dem Tod gehen. Und, wen überrascht es, im Mittelpunkt von allem steht Jesus Christus, aber nicht der christliche Jesus, sondern der, den die Mormonen sich nach IHREM BILD erschufen..

Lassen sie uns nun die einzelnen Schritte des Erlösungsplanes mormonischer Machart etwas genauer ansehen, und dabei auch nicht vergessen, nach dem WARUM dieser Vorstellungswelt zu fragen.  Diese Schritte sind:

 

Å    Das Vorherdasein

 

Å    Das Erdenleben

 

Å    Geisterwelt und Auferstehung

 

Å    Die Grade der Herrlichkeit

 

 

Das Vorherdasein

 

Laut mormonischer Theologie lebten wir alle als Geistwesen im Vorherdasein. Dort konnten wir uns bis zu einem gewissen Grad entwickeln, stießen aber auch an unsere Grenzen. Darum, so die mormonische Theologie, legte Gott einen Plan vor, nachdem wir wie er werden könnten. Dazu wäre es notwendig, auf die Erde zu gelangen, um einen Körper zu bekommen, und um die Chance der Weiterentwicklung und des Erfahrungen sammeln zu kommen.

Ein Rat wurde einberufen, indem Christus als Erretter gewählt wurde, um uns von unseren Sünden loszukaufen.

Da die Entscheidungsfreiheit laut mormonischer Theologie ein wichtiger Bestandteil des Planes war, wollte Luzifer, ein Engel des Lichts, dieses aushebeln, indem er durch Zwang alle zu Gott zurückbringen wollte.

Eine Abstimmung darüber ergab, das ein Drittel dem Plan Gottes zustimmte, ein weiteres Drittel dagegen war, und Luzifer folgte, und ein Drittel neutral blieb, weswegen es mit einer dunklen Haut gekennzeichnet wurden.

 

 

Das Erdenleben

 

Alles, was wir auf der Erde vorfinden, wurde, so die Theologie der Mormonen, durch Jesus Christus und unter der Leitung Gottes für uns erschaffen, damit wir hier gottähnlicher werden können.

Adam und Eva waren die ersten Menschen, die von Gott in den Garten Eden gesetzt wurden. Ursprünglich nicht sterblich, konnten sie weder Kinder bekommen noch sich groß weiterentwickeln. Gottes Regel, dass sie von allen Früchten essen können, mit Ausnahme der Früchte vom Baum der Erkenntnis, da sie dadurch sterben(sterblich) würden.

Durch die Verführung Satans (eine Schlange kommt in der mormonischen Theologie nicht vor), essen beide vom Baum und werden vertrieben, wodurch zwei Arten von Tod in die Welt kam: Der zeitliche und der geistige Tod.

Der zeitliche Tod ist das Absterben des Körpers, und der geistige Tod ist die ewige Trennung von Gott. Nach mormonischem und christlichem Verständnis (einige der wenigen Überschneidungspunkte), wurde durch das Sühnopfer Christi beides überwunden.

Laut dem Buch Mormon (2.Nephi 2: 22f) war diese Übertretung jedoch notwendig, denn dort heißt es:

 

„Wenn Adam nicht übertreten hätte, dann wäre er nicht gefallen, sondern er wäre im Garten von Eden geblieben. ... Und sie hätten keine Kinder gehabt; darum wären sie in einem Zustand der Unschuld verblieben und hätten nicht Freude gehabt, denn sie kannten kein Elend, und hätten nicht Gutes getan, denn sie kannte keine Sünde“

 

Tod, Geisterwelt und Auferstehung

 

Im mormonischen Erlösungsplan gehört, wie ein Sprichwort besagt, der Tod zum Leben dazu. Unser sterblicher Körper soll sterben, damit unser Geist sich befreien und in einen Ort, der sich „Geisterwelt“ nennt, gehen kann. Hier sollen wir auf die Auferstehung und das Gericht Christi warten, uns von den Lasten unseres Lebens ausruhen, und weiter an uns arbeiten. Dazu Alma aus dem Buch Mormon:

 

„Und dann wird es sich begeben: Der Geist derjenigen, die rechtschaffen sind, wird in einen Zustand des Glücklichseins aufgenommen, den man Paradies nennt, einen Zustand der Ruhe, einen Zustand des Friedens, wo er von allen seinen Beunruhigungen und allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird. Und dann wird es sich begeben: Der Geist der Schlechten, ja derer, die böse sind -- denn siehe, sie haben kein Teil und kein Maß des Geistes des Herrn; denn siehe, sie haben sich lieber böse Werke als Gute erwählt; darum ist der Geist des Teufels in sie gekommen und hat von ihrem Haus Besitz ergriffen, der wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen: Dort wird es Weinen und Wehklagen und Zähneknirschen geben, und dies wegen ihres eigenen Übeltuns, denn sie werden nach dem Willen des Teufels in Gefangenschaft geführt“ (Alma 40:12-13)

 

Demnach gibt es in der Geisterwelt zwei Abteilungen, in denen die „Guten“ oder die „Schlechten“ kommen.

Nach einiger Zeit, wenn das zweite Kommen Christi ist, werden ALLE Menschen auferstehen, und von Christus oder seinen Dienern (alles Mormonen?) gerichtet zu werden, um dann in eine der drei Grade der Herrlichkeit zu gelangen, wo sie ewig leben sollen.

 

Die Grade der Herrlichkeit

 

Gemäß mormonischer Theologie, kommt nun der abgeurteilte auferstandene „Mensch“ in ein der vier Grade, die wiederum in sich unterteilt sind. Diese „Reiche“ nennen Mormonen:  „das celestiale Reich; das terrestriale Reich, das telestiale Reich, und die äußere Finsternis“, die kein Grad der Herrlichkeit ist.

Gemäß Abschnitt 76 der Lehre und Bündnisse, der Sammlung neuzeitlicher „Offenbarungen“ Joseph Smiths, können auch Mormonen in ein anderes als das celestiale Reich kommen, wenn sie sich nicht an die mormonischen Gebote halten,

Im Einzelnen nun hier die Reiche:

 

Das celestiale Reich

 

„Es sind diejenigen, die das Zeugnis von Jesus empfangen haben, die an seinen Namen geglaubt haben ... und getauft worden sind.Damit sie durch das Halten der Gebote von allen ihren Sünden gewaschen und gesäubert werden und den Heiligen Geist empfangen (LuB 76:51,52). Es sind diejenigen, die die Welt durch ihren Glauben überwinden und so rechtschaffen sind, daß der Heilige Geist ihnen ihre Segnungen auf das Haupt siegeln kann. Diejenigen, die die höchste Stufe im celestialen Reich ererben, müssen für die Ewigkeit im Tempel des Herrn getraut worden sein. Alle, die in das celestiale Reich gelangen, werden für immer mit dem himmlischen Vater und Jesus Christus leben.

Um in das celestiale Reich zu gelangen, müssen wir von unseren Sünden umkehren und an Jesus Christus glauben. Wir müssen uns taufen lassen, und Gott mit unserem ganzen Herzen, aller Macht, ganzem Sinn und aller Kraft dienen. Jesus hat gesagt: „Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn“ (Mt 7:14). Nur die Minderheit der Menschen wird das celestiale Reich ererben.

 

Das terrestriale Reich

 

Hier werden diejenigen leben, die das Evangelium verworfen, es aber dann in der Geisterwelt empfangen haben. Auf Erden waren es gute Menschen, aber durch die Verschlagenheit der Menschen verblendet. Auch solche werden dort leben, die zwar das Evangelium und ein Zeugnis von Jesus empfangen haben, nachher aber nicht tapfer gewesen sind. Jesus Christus wird dieses Reich besuchen, der himmlische Vater aber nicht. Es wird in diesem Reich keine Familie geben, sondern auf ewig nur einzelne Menschen.

 

Das telestiale Reich

 

Die Menschen, die hier leben, haben das Evangelium und das Zeugnis von Jesus weder auf Erden noch in der Geisterwelt angenommen. Es sind diejenigen, die für ihre Sünden in der Hölle leiden müssen. „Das sind diejenigen, die Lügner sind und Zauberer und Ehebrecher, die unzüchtig sind und Lüge lieb haben und tun.“ Sie sind so zahlreich wie die Sterne am Himmel oder der Sand am Meer. Weder der Vater noch der Sohn, Jesus Christus, wird dieses Reich besuchen, nur der Heilige Geist.

 

Die äußere Finsternis

 

Dorthin werden diejenigen verstoßen, die durch den Heiligen Geist ein Zeugnis von Jesus erhalten und die Macht des Herrn kennen gelernt hatten und sich dann dem Satan ergaben. Sie haben die Wahrheit verleugnet und der Macht des Herrn getrotzt. Für sie wäre es besser gewesen, sie wären nie geboren worden. Es gibt für diese Menschen keine Sündenvergebung. Sie haben den Heiligen Geist verleugnet, nachdem sie ihn empfangen hatten, und sie werden deshalb keine Herrlichkeit ererben. Sie werden für immer zusammen mit dem Satan und seinen Engeln in Finsternis und Qual leben.

Quelle der Beschreibung der Reiche: http://de.mormonwiki.com/Plan_der_Erl%C3%B6sung

 

Hat diese Vorstellung des mormonischen „Plan der Erlösung“ etwas mit den Vorstellungen der Bibel zu tun? Wenn nicht, warum wurde dieses dann als „Gottes Plan“ verkauft?

Warum wurden Tempel bei den Mormonen überhaupt gebaut? Was geschieht dort? Haben sich die Dinge, die dort im Tempel gelehrt worden, verändert, und wenn ja, warum? Welche Zugangsvorrausetzungen für einen Tempelbesuch muß erfüllt werden, und, wird dabei immer ehrlich die Wahrheit gesagt? Wie erlebten Menschen ihr „erstes Mal“ im“ Haus des Herrn“?

Nur Geduld, geneigte Leserin und lieber Leser, sie werden auf alles eine Antwort finden. Versprochen!!!

 

Der Tempelbesuch

Vorwort:

 

Für Mormonen ist es eine Pflicht, den Tempel so oft wie möglich zu besuchen. Das lernen sie schon ab 12 Jahren, wo sie zu Tempelwochen in die Tempel gefahren werden, um dort die „stellvertretende Taufe für die Toten“ (dazu später mehr) zu vollziehen. Junge Männer und Frauen, die auf Mission gehen oder heiraten, empfangen, nachdem sie mindestens ein Jahr Mitglied waren, „würdig“ (nach außen) lebten, und ihren Tempelempfehlungsschein (siehe nächster Abschnitt) erhalten haben, ihr Endowment, bzw. ihre Tempelsiegelung (zu beiden später mehr).

 

Das „Würdigkeitsinterview“

 

Bevor jemand zum ersten Mal in einen Mormonentempel gehen darf, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

 

Ø  Getauft und mindestens ein Jahr Mitglied der Mormonen

 

Ø  Würdig sein, den Tempel zu betreten

 

Ø  Im Besitz eines gültigen Tempelscheins zu sein (gültig für 2 Jahre)

 

Ø  Genug Geld, um Anreise, Aufenthalt und Garment (dazu später mehr) bezahlen zu können.

 

Um die Würdigkeit zu dokumentieren, wird ein so genanntes „Würdigkeitsinterview“ mit der Person geführt, die in den Tempel will. Beim ersten Mal ist es der Bischof, alle anderen Male (außer nach Inaktivität oder Glaubensabfall und erneuter Taufe) können es auch seine Ratgeber tun. Der Pfahlpräsident oder einer seiner Ratgeber bekunden durch ihre Unterschrift die Richtigkeit des Dokumentes, das als „Tempelausweis“ am Tempeleingang vorgezeigt wird. Es werden bei diesem Interview folgende Fragen gestellt:

 

Haben Sie festen Glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist, und haben Sie in dieser Hinsicht ein Zeugnis?

 

Haben Sie ein Zeugnis vom Sühnopfer Christi und von seiner Rolle als Erretter und Erlöser?

 

Haben Sie ein Zeugnis von der Wiederherstellung des Evangeliums in diesen, den Letzten Tagen?

 

Anerkennen Sie den Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als den Propheten, Seher und Offenbarer und als den einzigen Menschen auf der Erde, der die gesamte Schlüsselgewalt des Priestertums innehat und ermächtigt ist, sie auszuüben?

 

Anerkennen Sie die Mitglieder der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf als Propheten, Seher und Offenbarer?

Anerkennen Sie die übrigen Generalautoritäten und die örtlichen Autoritäten der Kirche?

 

Leben Sie das Gesetz der Keuschheit?

 

Gibt es in Ihrem Verhalten gegenüber den Mitgliedern Ihrer Familie irgendetwas, was mit den Lehren der Kirche nicht im Einklang steht?

 

Unterstützen Sie oder haben Sie Verbindung mit Gruppen oder Einzelpersonen oder stimmen Sie solchen zu, deren Lehren oder Handlungen mit den von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage akzeptierten unvereinbar sind bzw. sich dagegen richten?

 

Sind Sie bestrebt, die Bündnisse, die Sie eingegangen sind, zu halten, an Ihrer Abendmahlsversammlung und Ihrer Priestertumsversammlung teilzunehmen und im Einklang mit den Gesetzen und Geboten des Evangeliums zu leben?

 

Sind Sie im Umgang mit Ihren Mitmenschen ehrlich?

 

Zahlen Sie den Zehnten voll?

 

Befolgen Sie das Wort der Weisheit?

 

Haben Sie gegenüber einem früheren Ehepartner oder Ihren Kindern finanzielle oder sonstige Verpflichtungen? Falls ja, sind Sie damit auf dem Laufenden?

 

Falls Sie die Tempelbegabung schon empfangen haben:

 

Halten Sie sich an die Bündnisse, die Sie im Tempel eingegangen sind?

 

Tragen Sie das Garment sowohl nachts als auch tags, -- nämlich gemäß der Unterweisung bei der Begabung und entsprechend dem Bund, den Sie im Tempel eingegangen sind?

Gibt es in Ihrem Leben irgendwelche Sünden oder Verfehlungen, die mit einer Priestertumsautorität hätten bereinigt werden sollen, aber nicht bereinigt wurden?

 

Halten Sie sich für würdig, in das Haus des Herrn zu gehen und dort an den heiligen Handlungen teilzunehmen?

Zitatquelle: http://www.mormonismus-online.de/index.php?inc=tempel-mainframe.htm&nav=7#tempelinterview

 

Mit diesen Fragen fühlen sich Mitglieder unter Druck gesetzt, aber sie akzeptieren diese Regel, und versuchen, den Fragen zu entsprechen.

Wieder andere, die nicht so ehrlich sind, belügen den Bischof, der nach mormonischem

Verständnis Gott repräsentiert, und angeblich eine Lüge aufgrund „göttlicher Inspiration“ erkennen soll, was er in der Praxis so gut wie nie tut.

Dazu eine ehemalige Mormonin:

 

Das war schon zwiespältig. Auf der einen Seite hatten meine Freunde diese Interviews schon hinter sich, und alle schienen würdig zu sein. Somit wollte ich nicht als schwarzes Schaf dastehen und beantwortete die Fragen, ob wahr oder gelogen um zugelassen zu werden. Mit der Lügerei war ich allerdings nicht alleine. Eine gute Freundin von mir damals erzählte, sie habe kurz vor dem Interview noch 2-3 Zigaretten geraucht und wurde auch für würdig befunden.

Insgesamt fand ich die Fragen auch viel zu persönlich und intim. Dann sitzt einem da so ein fremder Mensch gegenüber, mit dem man sicherlich nicht über sein Sexualleben reden möchte, und doch muss man das. War schon beklemmend. (Zitatquelle: Forum von Mormonentum.de, Beitrag vom 28. Dezember 2008, um 1:37 Uhr)

 

 

Wenn also nun das Tempelinterview überstanden, die Reisetasche gepackt, und die Person vor dem Tempel steht, und eingelassen wird, beginnen die einzelnen Tempelverordnungen Diese lassen sich in drei Gruppen einordnen:

 

Å      Taufe für die Toten

 

Å      Das Endowment

 

Å      Die Siegelungen

 

Taufe für die Toten:

 

Die „Taufe der Verstorbenen“ ist eng mit der Vorstellung der Mormonen von ihrem „Plan der Erlösung“ verbunden, und gipfelt in der Vorstellung, dass JEDER das (mormonische) Evangelium hören und annehmen muß, wozu auch das Sammeln genealogischer Daten gehört. Daten der Menschen, die verstorben sind, und für lebende mormonische Verwandte oder nichtverwandte Mormonen die Arbeit (Taufe, Endowment, Siegelung) verrichtet wird.

Jugendliche, die zu Tempelwochen fahren, oder Mormonen, die für ihre verstorbenen Verwandten im Tempel sind, sowie für andere, vollziehen diese „Handlung“.

Dazu steigen sie ein sich im Untergeschoß befindlichen Raum, in denen ein Becken zu finden ist, das von 12 Ochsen getragen wird, das die 12 Stämme Israels symbolisieren soll. In moderneren Tempeln sind es jedoch nur 6 Ochsen, die mittels Spiegeln zu 12 Ochsen gemacht werden, ein Trick, um Geld zu sparen.

Täufer und Täufling steigen hinein, beide in weiß gekleidet, der Täufer erhebt die rechte Hand, der der Täufling sich am linken ausgestreckten Unterarm festhält, und sagt:

 

„Bruder/Schwester...., in Vollmacht taufe ich dich für und anstelle von... der/die tot ist. Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Amen“. (Zitatquelle Rüdiger Hauth, „Tempelkult und Totentaufe- Die geheimen Rituale der Mormonen“, S.48)

 

Im Anschluss daran wird die verstorbene Person, vertreten durch einen Lebenden, konfirmiert,  d.h., ihm oder ihr wird der (mormonische) Heilige Geist gespendet. Und, sofern es sich um einen Mann handelt, wird ihm auch noch das melchizedekische Priestertum der Mormonen übertragen.

Theologisch begründet wird dieser Mumpitz mit einer von Mormonen falsch verstandenen Schriftstelle aus der Bibel, aus dem 1 Kor. 15: 29 in dem es heißt:

 

29 Denn was werden [sonst] diejenigen bewirken, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn Tote überhaupt nicht auferweckt werden, weshalb lassen sie sich dann noch für sie taufen? 30 Warum sind wir dann noch jede Stunde in Gefahr? 31 Tag für Tag sterbe ich, so wahr ihr [mein] Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. 32 Wenn ich [nur] auf Menschenweise in Ephesus gekämpft habe, was nützt es mir? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir. 33 Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. 34 Werdet rechtschaffen nüchtern und sündigt nicht! Denn einige haben keine Erkenntnis Gottes; zur Beschämung sage ich es euch.

 

Aber was besagt diese Schriftstelle wirklich?

Hier eine Antwort:

 

Die Leugnung der Auferweckung der Toten hat nicht nur Auswirkungen und den christlichen Glauben, sondern auch auf die christliche Lebensweise. Mit ihr befasst sich schwerpunktmäßig 15,29-34.

Paulus verweist nun auf eine Gruppe Personen, deren Handeln sinnlos wäre, wenn die Auferstehungsleugner Recht hätten. Daraus ist zu schließen, dass diese Personengruppe mittels ihres Handelns Auferweckung bewirken will, die ohne das Handeln nicht gegeben wäre. Paulus bewertet ihre Handlung nicht; wichtig ist ihm nur, dass sie an die Auferweckung der Toten glaubt. Weil in diesem Punkt Übereinstimmung besteht, kann es sich - folgt man Paulus’ Worten - nicht um Auferstehungsleugner handeln.

Wenn die Toten nicht auferweckt werden, so ist das Handeln dieser Personengruppe sinnlos. Es stellt sich die Frage, was sie dann - in der Zukunft - bewirken oder tun werden. Aus dem Futur wird deutlich, dass die geglaubte Auferweckung in der Zukunft, und zwar vermutlich am Ende der Tage stattfinden wird.

Doch was tun die Personen, die im Blick sind, um Auferweckung zu bewirken? Eins ist sicher: Sie werden getauft. Diese Taufe erfolgt - je nach Übersetzung der Präposition "hyper“ - über den Toten, also über deren Gräbern, oder für die Toten, also im Sinne einer stellvertretenden Taufe. Eine Taufe über den Gräbern könnte den Sinn haben, den Auferstehungsglauben zu stärken. Sie könnte allerdings schlechterdings in einem Gewässer erfolgen, wie es laut NT üblich ist (vgl. Mk 1,9-11 par.; Apg 8,24-26 u. a.). Außerdem hat die Präposition "hyper“ im NT gewöhnlich nicht die lokale Bedeutung "über“.

Wahrscheinlicher ist also, dass von einer stellvertretenden Taufe die Rede ist, die das Ziel hat, Heil zu vermitteln. Allerdings stellt sich die Frage, warum er auf einen solch merkwürdigen Brauch verweist. Eine Antwort lässt sich finden, wenn man sich den wesentlichen Unterschied zwischen der gewöhnlichen Taufe und der stellvertretenden Taufe deutlich macht. Die gewöhnliche Taufe vermittelt den Lebenden Heil, und zwar nach Paulus’ Meinung über den Tod hinaus. Konkret bewirkt sie im Hinblick auf die Toten die Auferweckung. Die Taufe eines Toten mittels der Taufe eines Stellvertreters vermittelt Heil ausschließlich an einen Toten. Hält man sich an die Worte des Paulus, so lässt sich das Heil als Ermöglichung der Auferweckung bestimmen. Auf die Auferweckung kommt es Paulus an; deshalb kann er nicht auf gewöhnliche Taufen verweisen, weil die Auferstehungsleugner dann wiederum auf die Heilswirkungen der Taufe bezüglich des jetzigen Lebens verweisen und die Auferstehung leugnen könnten.

Über die Nutznießer der stellvertretenden Taufe wird nur gesagt, dass es sich um Tote handelt. Getaufte lassen sich sicher ausschließen, weil diese keiner weiteren Taufe bedürfen. Also kann es sich bei den Toten nur um Nicht-Christen handeln, wobei auch Taufanwärter in Frage kommen, die vor der Taufe gestorben sind. Wie eng das Verhältnis des Toten zu dem Menschen ist, der sich stellvertretend für ihn taufen lässt, bleibt offen.

Abschließend sei zu V. 29 gesagt, dass keinesfalls sicher ist, dass der Vers von der stellvertretenden Taufe spricht. Weitere Deutungsmöglichkeiten werden ermöglicht, wenn man den Begriff "Tote“ nicht wörtlich nimmt, sondern im übertragenen Sinn interpretiert, z. B. als Ausdruck für sterbende Körper. Dann würde Paulus fragen, was der Sinn der Taufe sein soll, wenn die Christen nicht mit ihrem Leib auferweckt werden.

Eine solche übertragene Bedeutung des Wortes "Tote“ liegt allerdings weniger nah als eine wörtliche Bedeutung. Zitatquelle: http://www.welt-der-bibel.de/bibliographie.1.2.erste_Brief_Paulus_Korinther.60.html (Hervorhebungen von mir)

 

Es mutet vielleicht befremdlich an, dass Mormonen in ihren Tempeln JEDEN taufen, auch solche, die sich als Volksmörder, Kriegsverbrecher oder solchen, die „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begingen, und, das ist so perfide daran, auch deren Opfer, die z.B. dem jüdischen Glauben angehörten.

Seit 1995 nun werden keine Opfer des Holocaust /der Shoah mehr in Mormonentempeln getauft, und das auf Druck jüdischer Organisationen hin. Namen wie Anne Frank, fanden sich in den Listen derer, die in einer Zeremonie im Tempel der Mormonen „getauft“ wurden.

Aber auch ihr Mörder, Adolf Hitler, sowie weitere Nazigrößen, wurden mormonisch getauft, wie die Salt Lake Tribune im Jahr 1999 berichtete. Demnach wurde Hitler am 10. Dezember 1993 im Londoner Mormonentempel getauft, und erhielt am selben Tag das „Endowment“. Am 12.März 1994 wurde er an seine Eltern gesiegelt, während seine Siegelung an seine Frau Eva, die er kurz vor seinem Selbstmord ehelichte, bereits am 28.September 1993 (also noch vor seiner „Taufe“) im Jordan River Tempel in Utah, USA vollzogen.

Auch Nazigrößen wie Adolf Eichmann, Joseph Göbbels, Rudolph Hess, Reinhard Heydrich, Alfred Rosenberg, Ernst Röhm, Erwin Rommel, Hermann Göring, Heinrich Himmler und sogar Benito Mussolini  erhielten die „Segnungen des Himmels“. Bis 1999 waren diese Namen noch auf PC-Listen einsehbar, jedoch danach nicht mehr, einige wurden sogar gelöscht.

Aber, obwohl gerade Mormonen den Kommunismus hassten, finden sich auch Namen von Kommunisten in ihren Taufverzeichnissen. Namen wie: Karl Marx; Joseph Stalin; Mao Tse-Tung oder Ho Chi-Minh sind dort genauso vertreten, wie die einiger Massenmörder, darunter

"Herodes den Großen" (getauft 1994 im Tempel in Logan), Iwan Grosny ("Iwan der Schreckliche"), und "Dracula" (Vlad der Pfähler, Prinz der Walachei).

Die bereits erwähnte Bekannte, erzählte über ihr „erstes Mal“ bei einer Totentaufe folgendes:

 

Die ganze Taufprozedur war dann recht langweilig. Ich musste bestimmt 2 Stunden warten bis ich endlich in dieses mittlerweile völlig verschmutzte Wasserbecken durfte. Etwa 15-mal wurde ich dann für Namen getauft, die neben dem Becken auf einem Monitor erschienen. Ich hatte den Eindruck, diese Namen schon mal gehört zu haben, bei meinen Vorgängern. Wie auch immer.. Ich hatte jedenfalls hinterher überall extremen Juckreizes wegen dem vielen Chlor im Wasser. (Zitatquelle: Forum von Mormonentum.de, Beitrag vom 28. Dezember 2008, um 1:37 Uhr)

 

Ein und derselbe Name wurde mehrmals verwendet? Vielleicht, weil nicht genug Namen eingereicht wurden? Übrigens bestätigen auch andere ehemalige Mormonen diese Erfahrung mit den Namen.

 

Das Endowment

 

Das Endowment besteht aus mehreren Teilen, die ich hier im Einzelnen erklären und/oder wegen ihres Umfanges zusammenfassend erklären werde.

Der erste Schritt ist die

 

Waschung und Salbung:

 

Diese „heilige Handlung“ findet ebenfalls im Untergeschoß des Tempels statt.

Zunächst betritt man einen großen Umkleideraum mit Spinten, die alle einzeln so hoch eingezäunt sind, dass jeder sich ungestört umziehen kann. Die Räumlichkeiten von Frauen und Männer sind getrennt.

Derjenige/Diejenige, die an der Waschung und Salbung teilnehmen, haben sich der Straßenkleidung sowie aller anderer Kleidung entledigt und einen weißen Poncho angezogen, der seitlich offen ist. Auf ein Zeichen hin stellen sich alle der Reihe nach an, und durchlaufen einen Zickzackkurs durch mit Vorhängen abgetrennte Nischen, wo TempelarbeiterInnen einen empfangen. Der einzigste Ort übrigens, wo Mormoninnen so was wie „das Priestertum“ ausüben dürfen. Dann fängt die „Show“ an.

Ein Tempelarbeiter entnahm aus einem Horn, das an der Wand befestigt war, mit seiner rechten Hand etwas Flüssigkeit, vermutlich Wasser, und sagte, nachdem er die entsprechenden Körperteile berührte:

 

***,. mit Vollmacht des Heiligen Melchizedekischen Priestertums wasche ich dich, damit du rein sein mögest vom Blut und den Sünden deiner Generation. Ich wasche deinen Kopf, damit dein Verstand klar arbeiten und schnelle Wahrnehmung hast; die Ohren, damit sie das Wort immer das Wort des Herrn hören können; deine Augen, damit sie klar die Dinge Gottes erkennen können; die Nase, damit du riechen kannst; den Mund und deine Lippen, damit nichts falsches reden; deine Arme, damit sie Wahrheit und Tugend verteidigen können; Brust und Eingeweide, damit ihre Funktion gestärkt sein mögen; deine Lenden und Hüften, damit du fruchtbar sein kannst; deine Beine und Füße, damit du rennen und nicht müde, laufen und nicht schwach werden kannst“(Gedächtnisprotokoll nach meinem ersten Endowment)

 

Ein weiterer Tempelarbeiter kam, legte zusammen mit dem ersten Tempelarbeiter seine Hände auf meinen Kopf, und bestätigte dadurch diese „Heilige Handlung“.

Dann wurde ich gesalbt.

Der Ablauf war nach meiner Erinnerung ähnlich wie bei der Waschung, nur das hier Öl  anstatt Wasser benutzt wurde. Dann kam die obligatorische Siegelung, an die ich mich nicht mehr erinnere.

Aber Manfred Troska hatte auf seiner Webseite dieses so beschrieben:

 

„ Bruder ***, mit Vollmacht legen wir unsere Hände auf dein Haupt und bestätigen diese Salbung, wodurch du im Tempel unseres Gottes gesalbt worden bist in Vorbereitung darauf, König und Priester für den allerhöchsten Gott zu werden, um hernach im Hause Israels für immer zu regieren; und wir siegeln auf dich all die Segnungen, die dazu gehören, gemäß deiner Glaubenstreue, im Namen Jesu Christi, Amen." Zitatquelle: http://tempelwork.de.tl/DAS-ERSTE-MAL-I-.-.htm

 

Im Anschluss daran sollten wir das GARMENT unter dem Poncho anziehen. Laut Manfred Trzoska, da ich mich auch hier nicht an meine Zeremonie erinnern kann, sagte der Tempelarbeiter dabei, während ich in das Garment schlüpfte:

 

"Bruder ***, mit Vollmacht lege ich dir dieses Garment an, das du dein Leben lang tragen musst. Es repräsentiert das Garment, das Adam gegeben wurde, als er im Garten Eden nackt vorgefunden wurde, und es wird das Garment des Heiligen Priestertums genannt. Sofern du es nicht entweihst, sondern deinen Bündnissen treu bleibst, wird es ein Schild und ein Schutz für dich sein gegen die Macht des Zerstörers, bis du dein Werk hier auf Erden beendet hast. Mit diesem Garment gebe ich dir einen neuen Namen, an den du dich immer erinnern sollst und den du heilig halten und nie preisgeben sollst, außer an einer bestimmten Stelle, die dir später gezeigt werden wird. Der Name ist ___________." Zitatquelle: http://tempelwork.de.tl/DAS-ERSTE-MAL-I-.-.htm

 

Das Garment und der „Neue Name“ bilden in der mormonischen Theologie zwei wichtige Punkte. Der „Neue Name“, der üblicherweise aus der Bibel oder dem Buch Mormon stammt, soll der Name sein, mit dem wir von Gott gerufen werden, bzw. mit dem Männer ihre Ehefrauen rufen können. Ehemänner erfahren den neuen Namen der Ehefrau, aber Ehefrauen nie den der Ehemänner. Er wird später „am Schleier“ in der Endowmentzeremonie noch gebraucht.

Mitglieder, die das Garment im Tempel erhalten haben, dürfen von dem Zeitpunkt an keine normale Unterwäsche mehr anziehen. Das Garment, bestehend aus einem Ober- und einem Unterteil, wobei es aber auch Einteiler gibt, hat an bestimmten Stellen (linke und rechte Brust, linkes Knie) bestimmte den Freimaurern entnommene Zeichen eingenäht (Winkel und Zirkel), und soll als „Dämonenschutz“ dienen. Es ist so geschnitten, dass sie für einen „keuschen Lebenswandel“ sorgt, wie ein Tempelarbeiter es mir gegenüber einmal formulierte.

Sie müssen Tag und Nacht, also auch beim Sex, getragen werden, und dürfen nur zur Reinigung ausgezogen werden.

Bevor die Mormonen nach Nauvoo zogen, war diese Waschung und Salbung anders, als wir sie heute kennen, und auch das Garment gab es nicht im Tempel von Kirtland.

Wie das Kirtland Elders Quorum Record aus dem Jahr 1985 in den Seiten 25 und folgende belegte. Wurden zur Waschung damals Wasser und Seife, bzw. parfümierter Whisky (siehe LuB 89: 7) benutzt. Auch wurde ein Abendmahl eingenommen.

Am 15.März 1842 wurde Joseph Smith Freimaurer, und einen Tag später über den 2. in den 3.Grad erhoben, etwas, was sonst Jahre dauerte. Damals waren viele Mormonen Freimaurer, darunter auch Brigham Young und Josephs Bruder Hyrum.

Das „Neue“ Endowment wurde am 4.Mai 1842 eingeführt, und, das ist offensichtlich, den Riten der Freimaurer entlehnt (dazu später mehr). Das Endowment hatte sich im Rahmen der Kirchengeschichte immer wieder verändert, oft auch auf Druck von außen hin. So dauerte die ursprüngliche Version des Endowment sieben Stunden, und wurde von Laiendarstellern aufgeführt. Jetzt dauert es etwa 2 Stunden, und wird größtenteils durch einen Film dargestellt. Fort aus dem ursprünglichen Endowment ist auch:

 

² Aussagen über die Rolle der Frau als Dienerin des Mannes

 

² Die Strafzeichen

 

² Der Priester als Diener Satans

 

² Die „Fünf Punkte der Gemeinschaft“

 

Obwohl früher viele Mormonen Freimaurer waren, darf heute kein Mormone mehr Freimaurer sein, andernfalls würde er ausgeschlossen werden. Aber auch die Freimaurer sind nicht gut auf die Mormonen zu sprechen.

Die ersten Spannungen zwischen den Mormonen und den Freimaurern von Illinois kamen auf, als der Tempel von Nauvoo, architektonisch von den Freimaurern inspiriert, wie sich ebenfalls am Tempel von Salt Lake City Freimaurersymbole finden, die von den Freimaurern übernommenen Endowmentzeremonie praktizierten. Die Loge der Mormonen wurde exkommuniziert (zur „Winkelloge“ erklärt), und Mormonen durften keine weiteren Logen der Freimaurer gründen.

 

Ablauf der Endowmentzeremonie

 

Da der Ablauf sehr komplex ist, und sich immer wieder änderte, werde ich hier mir erlauben, eine kurze Zusammenfassung mit den wesentlichen Punkten und meinen Einwendungen zu schreiben.

 Zunächst einmal gehen sie, nachdem sie Waschung und Salbung überstanden haben, in ihre Umkleideräume zurück, um sich dort umzuziehen, und ihre Für einige Euro ausgeliehenen oder gekauften Tempelsachen anzuziehen, bzw. noch im Sack sich befindlichen Kleidungsstücke mitzunehmen. Diese Sachen sind alle in weiß (Männer Hemd, Anzug oder Hose, Schuhe; Frauen Kleid, Schuhe), und sie gehen damit zu einem kleinen Raum, wo sie ihren „neuen Namen“ erhalten, der geheim bleiben muß, und der aus der Bibel oder dem Buch Mormon stammt (z.B. Moroni oder Moses), und der nur für diesen Tag gilt. Nach einer kurzen Versammlung für Erstbesucher des Tempels, die ihr eigenes Endowment empfangen, gehen alle in einen großen Raum, der eher an ein Kino als einen heiligen Ort erinnert.

Frauen nehmen links, Männer rechts Platz, ein symbolträchtiges Zeichen dessen, wie Mormonen Frauen sehen (dazu später mehr). Ganz vorne befinden sich ein Altar und ein in weiß gekleideter Tempelarbeiter, der später pantomimisch Anweisungen beben wird.

Der Raum wird verdunkelt, und eine Stimme vom Tonband (natürlich männlich) ist zu hören, die sozusagen durch das Programm führt. Er erklärt, dass diese Zeremonie heilige Bündnisse beinhaltet, und jeder, der sie nicht halten kann oder will, solle bitte den Raum verlassen.

Natürlich verlässt niemand den Raum wegen des Konformitätsdrucks, und auch erfährt dort niemand, um was es bei diesen Bündnissen geht.

Ein Film wird gezeigt, der die Erschaffung der Welt und der Menschen, natürlich nach mormonischer Sichtweise, beinhaltet. Elohim gibt Jehova und Michael den Auftrag, die Erde zu erschaffen. Nachdem dieses geschehen ist, fällt Michael in einen tiefen Schlaf, und wird zu Adam.

Es mutet seltsam an, dass aus einer Person, Jehova, deren Titel Elohim ist, plötzlich zwei gemacht werden, nämlich Gott und Jesus Christus.  Und davon, dass der Engel Michael gleichbedeutend mit Adam, dem angeblich ersten Menschen wäre, ist auch an den Haaren herbeigezogen, denn außermormonischen Quellen gibt es weder in der Bibel noch anderswo irgendwelche Beweise dafür.

Nachdem also Adam aus dem Schlaf erwachte, merkte er, dass er alleine war, und bat Gott um eine Gefährtin für das Leben im Garten Eden. Dann erschienen beiden, entgegen biblischer Belege, die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes, um beide zu belehren, und ihnen die Handzeichen und Bündnisse zu erklären. Der Teufel erscheint, und in früheren Fassungen ein Prediger, der im Auftrag Satans handelt. Kurz, bevor Satan aus dem Garten Eden vertrieben wird, richtet er sich an die Zuschauer, und sagt zu ihnen:

 

„Ich muß noch etwas in Hinblick auf diese Leute sagen. Wenn sie nicht zu jeder Verpflichtung stehen, die sie heute in diesem Tempel an den Altären übernehmen, werden sie unter meine Gewalt kommen“. (Rüdiger Hauth, „Tempelkult und Totentaufe“, S.83)

 

In den Gelübden, die sich Mormonen im Tempel unterwerfen, versprechen sie, das sie Geld, Zeit und Talente der Mormonenkirche und deren Verteidigung opfern. Dazu wird diese im Sack (grün, mit Blattmotiven drauf) sich befindliche Kleidung angezogen. Konsequenzen einer Veröffentlichung dieser Handzeichen oder des gesamten Rituals hätte, nach mormonischem Verständnis, was auch durch die Daniten (siehe übernächster Abschnitt) zu Beginn mormonischer Kirchengeschichte vollzogen wurde, die sofortige Verhängung der Todesstrafe (durch Kehle durchschneiden) zur Folge gehabt. Diese Druckmittel, gepaart mit den ständigen Wiederholungen in den Zeremonien des Endowments, bewirken, das Mitglieder nicht nur indoktriniert und manipuliert werden, sondern auch, dass sie meinen, das sie für das Wohl der Gemeinschaft verantwortlich sind.

Wurden alle Zeichen und Bündnisse erklärt und geschlossen, wird ein Gebetskreis um den Altar gebildet, und für jene gebetet, die alt, krank, schwach oder verstorben sind, oder die Probleme haben.

Im Anschluss daran müssen die Mitglieder durch den Schleier gehen. Der Schleier symbolisiert nach mormonischem Verständnis den Eintritt in das Reich Gottes. Auf der anderen Seite des Schleiers (ein Vorhang mit Löchern zum durchgreifen) befindet sich ein Tempelarbeiter, der in einem Ritual noch einmal alle Zeichen, Kennzeichen und Bündnisse abfragt, und, wenn die Person vor dem Vorhang nicht weiter weiß, hilft ihm/ihr ein(e) Tempelarbeiter(in) bei der Antwort. Dann wird man in den Vorhang gezogen, und befindet sich nun im “celestialen Reich“.

Frauen werden übrigens von ihrem Mann dort hineingezogen, damit er die Wörter kennt, mit denen er sie nach der Auferstehung rufen soll. Somit wird von Frauen erwartet, dass sie sich ihren Männern gegenüber unterwürfig und gehorsam verhalten, damit diese sie ins celestiale Reich mitnehmen. Denn nach mormonischem Verständnis kann eine Frau nicht OHNE IHREN MANN ins celestiale Reich kommen, ein Mann hingegen schon.

Der Öffentlichkeitsbeauftragte  der Mormonen des Pfahles Mannheim, Frank Heckmann, äußerte sich in einem Interview in der Saarbrücker Zeitung vom 9. Februar 2002 darüber, was im Tempel geschieht, und wie so oft, belog er dabei die Öffentlichkeit:

 

Frage: Es gibt viele Aussagen von Sekten-Beauftragten über den Erwerb des Tempelscheins und die Tempelzeremonie. Aussteiger aus Ihrer Kirche behaupten, es habe bis 1990 kirchenintern sogar die Androhung der Todesstrafe gegeben, falls ein Täufling Einzelheiten der Zeremonie verraten hätte. Stimmt das?

Heckmann: Nein, so etwas wie eine Androhung der Todesstrafe gab es nicht. Die Kirche hat von Anfang an die Ansicht vertreten, dass eine kirchliche Strafe niemals Leib, Leben oder Eigentum einer Person tangieren darf, sondern sich nur auf die Beschneidung von kirchlichen Rechten wie das Nehmen des Abendmahls oder das Recht der Stimmabgabe bei kirchlichen Entscheidungen beschränken darf. Wir haben Gemeindehäuser und Tempel. Während das Gemeindeleben und der Gottesdienst sich in Gemeindehäusern abspielt, die es in jeder größeren deutschen Stadt gibt, ist der Tempel für heilige Handlungen, wie zum Beispiel die Eheschließung, die nach unserem Glauben über den Tod hinaus Bestand hat, vorbehalten. Es gibt in Deutschland zwei der über 100 Tempel weltweit. Über die Tempelzeremonie reden wir nicht außerhalb des Tempels, weil sie uns heilig ist. Zitatquelle: http://www.mormonismus-online.de/index.php?inc=tempel-mainframe.htm&nav=7#todesstrafen

 

Die Kennzeichnen und ihre Strafen

 

Mormonen glauben, dass sie nur dann in das Reich Gottes eintreten können, wenn sie bestimmte Wörter und Gesten am Eingangstor des celestialen Reiches vorweisen können. Diese werden die „Kennzeichen des (aaronischen oder melchizedekischen) Priestertum“ genannt, und beinhalten neben den entsprechenden Handzeichen auch die dazugehörigen Versprechungen/Bündnisse und die zu erwartenden Strafen.

Das erste Handzeichen des aaronischen Priestertums wird wie folgt ausgeführt: Die rechten Hände werden zusammengelegt, und das Daumengelenk auf das Daumengelenk der anderen Hand drücken.

Dann wird gelobt, nichts zu verraten, und es wird versprochen, im Falle des Verrats, und dazu wird die Zustimmung gefordert, dass die Kehle des Übertreters von Ohr zu Ohr aufgeschnitten wird und seine Zunge von der Wurzel her ausgerissen wird, was vom Tempelarbeiter durch eine pantomimische Darstellung gezeigt wird.

Das zweite Handzeichen des aaronischen Priestertums wird so gemacht: Die rechten Hände werden zusammengelegt, und das Daumengelenk zwischen dem ersten und dem zweiten Knöchel der anderen Person gedrückt. Auch hier soll versprochen werden, das nichts nach außen dringt, und als Strafe bei Nichtbefolgung sollen die Personen es sich gefallen lassen, wozu sie wieder rituell ihr Einverständnis geben, dass ihre Brust aufgeschnitten wird und ihre Herzen und lebenswichtigen Organe herausgerissen werden und an die Vögel und Tieren des Feldes verfüttert werden. Nett, nicht wahr?

Aber es kommt noch besser!

Das erste Kennzeichen des melchizedekischen Priestertums läuft so ab: Rechte Hand vertikal, Finger zusammen, Daumen abstehend. Derjenige, der das Zeichen gibt, setzt die Spitze des Zeigefingers seiner rechten Hand in die Mitte der Hand des anderen, und seinen Daumen auf den Handrücken.

Hier versprechen Mormonen, alles der Kirche zu geben, was sie an Zeit, Geld, Talenten und Einfluss haben, was als das „Gesetz der Hingabe“ bekannt ist.

Auch hier gibt es wieder Strafen für diejenigen, die diese „heilige Verordnung“ verpfeifen: Denjenigen, die das tun, sollen die Körper in der Mitte auseinander geschnitten und ihre Eingeweide rausquellen.

Beim letzten Handzeichen, dem zweiten Kennzeichen des melchizedekischen Priestertums, hat in dem Sinne eine Besonderheit, dass hier keine besonders Strafe erwähnt wird. Jedoch soll auch dieses wie die übrigen behandelt werden. Und so geht das Handzeichen:  Die rechten Hände werden zusammengelegt, die kleinen Finger miteinander verschlungen, und der Zeigefinger auf die Mitte des Handgelenks der anderen Person gelegt. Mormonen nennen im Tempel dieses Kennzeichen auch „Der patriarchalische Griff, oder „ Das wahre Zeichen des Nagels“, was vermutlich eine Anspielung auf die Kreuzigung Jesu darstellen sollte, um so einen Zusammenhang zwischen Christentum und Mormonismus herzustellen.

So werden bei Mormonen Menschen wohl gefügig gemacht und gehalten

Kommen wir nun zu einem Thema, das Mormonen gerne verschweigen, nämlich ihre spirituelle Beziehung zu Freimauren.

 

Freimaurereinflüsse im Endowment

 

Im Jahre 1840 bildeten sich in Illinois mehrere Logen und Großlogen der Freimaurer, deren Hauptsitz in Springfield lag. Viele Mormonen waren Freimaurer, wie etwa der Bruder Joseph Smiths oder Brigham Young, der zweite Präsident der Mormonen, wollten in Nauvoo eine Loge gründen, und traten an den damaligen Großmeister Abraham Jonas heran, um ihm diese Bitte vorzutragen. Oktober 1841 wurde die Erlaubnis erteilt, und am 15.März 1842 durch den Großmeister feierlich eröffnet. Bei dieser Gelegenheit wurden Joseph Smith und Sidney Rigdon, den manche Wissenschaftler für den eigentlichen Kopf des Mormonismus halten, in den ersten Freimaurergrad erhoben, und am nächsten Tag in den zweiten und dritten Grad auf, eins bei Freimaurern unübliche Methode, da es sonst bis zur Erreichung des dritten Grades drei und mehr Jahre benötigt. Ein weiter Grund, nämlich dass bis August 1842 in Nauvoo, die Loge aus über dreihundert ausschließlich aus Mormonen bestehende Loge, in das kein Nichtmitglied der Kirche aufgenommen wurde, erregte den Argwohn der Nachbarloge aus Quincy, Illinois, die bei der Großloge in Springfield einen Antrag auf Entziehung der Dispensation der Loge von Nauvoo stellte, der nach einigem hin und her im Jahr 1843 entsprochen wurde. Das kümmerte jedoch nicht Joseph Smith und seine Freunde, die einfach weitermachten, und so wurde entgegen den Regeln des Freimaurertums, Hyrum Smith von seinen „Logenfreunden“ zum „Meister des Stuhls“ ernannt.

Warum wurde Joseph Smith überhaupt Freimaurer?

Darauf gibt es keine eindeutige Antwort, wohl aber Vermutungen, wie die von John A. Widtsoe, einem ehemaligen Apostel der Mormonen, der glaubte, dass Smith auf diese Weise prominente und einflussreiche Freunde im Staat Illinois zu gewinnen, um die Verfolgung der Mormonen zu stoppen (John A. Widtsoe, „Evidences and Reconcilations, Band 3, Seite 114 ff).

Jedoch kannte Smith freimaurerische Strukturen und Inhalte nicht nur aus seiner aktiven

Freimaurerzeit,  sondern auch durch Verwandte (Hyrum Smith, sein Bruder) und Freunde (z.B. Brigham Young oder  Heber c. Kimball, der 1823 Freimaurer wurde. Zudem traten auf Jahrmärkten ehemalige Freimaurer auf, die für Geld alles über die Freimaurerriten verrieten.

Vergleicht man nun die vier Erkennungszeichen miteinander, wird der freimaurerische Einfluss deutlich. Stellvertretend sehe ich mir hier nur das erste Kennzeichen etwas genauer an:

 

Freimaurer

Mormonen

Griff des 1.Grades (Lehrling)

Erste Erkennungszeichen des aaronischen Priestertums

„Die rechten Hände werden zusammengelegt wie beim Händeschütteln, und jeder drückt seinen Daumennagel auf den oberen Knöchel des Zeigefingers des anderen...“ (Jerald Tanner, „Mormonism – Shadow or reality, S. 486

Die rechten Hände zusammenlegen und das Daumengelenk auf den ersten Knöchel der (anderen) Hand drücken“ (Rüdiger Hauth, „Tempelkult und Totentaufe – Die geheimen Rituale der Mormonen“, S. 71

 

 

Freimaurer

Mormonen

Dialog bei diesem Griff

Dialog bei diesem Griff

Aufseher: „Habt ihr etwas mitzuteilen?“

Kandidat: „Ich habe etwas mitzuteilen“. (er vollzieht den Handgriff des Ersten Grades)

Aufseher: Was ist das?“

Kandidat: Der Griff oder das Zeichen eines angenommenen Lehrlings der Freimaurerei“.

Aufseher. Was verlangt dieser Griff?“

Kandidat: Ein Wort“.

Aufseher: Sag mir das Wort offen und ausführlich“.Kandidat: „Jachin“.

(Quelle: „Geheimgesellschaften“, S.310)

Adam ergreift die rechte Hand des Petrus.

Adam: Was ist das?“

Petrus: Das Erste Erkennungszeichen des Aaronischen Priestertums.“

Adam: „Hat es einen Namen?“

Petrus: „Ja“.

Adam: „Sag du ihn mir“.

Petrus: Nein, denn es ist der neue Name; aber dieses ist die Geste.“

Quelle: Rüdiger Hauth, „Tempelkult und Totentaufe – Die geheimen Rituale der Mormonen“, S. 83f


Als die Verbindungen zwischen Freimaurertums und Mormonismus immer offensichtlicher wurde, nicht zuletzt durch die Freimaurersymbolen am Tempel von Salt Lake City und anderen Kirchengebäuden, sowie den Garments, die Mormonen jeden Tag als „Schutz gegen das Böse“ tragen sollten, kamen Mormonen in Erklärungsnot, und sie taten das, was sie ich solchen Fällen immer tun: sie lenkten ab.

So behauptete in der Salt Lake Herald am 29.Dezember 1919 der damalige Apostel Melvin J. Ballard, dass das Freimaurertum nur eine bruchstückhafte Erinnerung dessen war, was im Tempel geschah, den König Salomo erbauen ließ, und das Joseph Smith alles in seiner Vollständigkeit wiederhergestellt hätte.

Auch Cecil McGavin schloss sich 1956 im Wesendlichen dieser Meinung an. Jedoch belegten Forscher, dass die Freimaurerriten aus dem 16.Jahrhundert stammten, also niemals so alt waren, wie von Freimaurern oder Mormonen behauptet wurde.

Peinlich für Mormonen und Freimaurer.

Und die Mormonen traten die Flucht nach vorne an. So schrieb Dr. Reed Durham, damals Präsident der Mormonischen Gesellschaft für Geschichte:

 

„Ich bin überzeugt, dass im Studium der Freimaurerei ein entscheidender Schlüssel zum tiefen Verständnis Joseph Smiths und der Kirche liegt... es begann mit Josephs Zuhause, als sein älterer Bruder Freimaurer wurde... Für mich stellt es überhaupt keine Frage dar, das die mormonische Zeremonie, die als das Endowment bekannt und von Joseph Smith für mormonische Freimaurer eingeführt wurde, unmittelbar von der Freimaurerei inspiriert ist... Das heißt nicht, das nicht auch eine andere Quelle der Inspiration eine Rolle spielte; die Ähnlichkeit zwischen den beiden Zeremonien ist jedoch so offensichtlich, dass eine abhängige Verbindung nicht geleugnet werden kann“. (Mormon Miscellaneous, October 1975, S. 11ff, gefunden in: Rüdiger Hauth, „Tempelkult und Totentaufe – Die geheimen Rituale der Mormonen“, S. 153)


Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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